Ein Modell ist nur so gut wie die Wirklichkeit, an der man es prüft. Deshalb zieht VisScanner-Gründer Wytse Punter demnächst die Stiefel an und begleitet eine Fischbestandserhebung von ATKB.
ATKB ist ein Umweltberatungsbüro, das seit 1996 den Fischbestand in den Niederlanden professionell erfasst — im Auftrag der Wasserverbände, für die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Mit Zugnetzen, Reusen, Kiemennetzen und Elektrofischerei beproben sie Umfang und Zusammensetzung des Bestands: welche Arten, welche Zahlen, welche Größen. Genau die Art Grundwahrheit, auf der ein Datenprodukt wie unseres beruht.
Warum Beprobung die Grundwahrheit ist
VisScanner ist auf offenen Daten gebaut — Fangregistrierungen, Wasserqualität, Biodiversität. Doch diese Daten stammen aus Erhebungen wie dieser. Selbst mitzufahren heißt zu sehen, wie diese Zahlen entstehen: wie ein Elektrofischerei-Transekt befischt wird, warum ein Team das eine Ufer wählt und nicht das andere, und was ins Netz kommt, das nie einen Datensatz erreicht.
Letzteres ist keine zufällige Neugier. In unserer eigenen Bildforschung stießen wir auf einen Beprobungsbias — Erhebungen finden nun einmal dort statt, wo ein Team hinkommt. Ein Tag auf dem Wasser ist der beste Weg zu verstehen, wie diese Daten zustande kommen und wie man ehrlich mit ihnen rechnet.
Was wir mitnehmen wollen
- Ein Gefühl dafür, wie repräsentativ unsere Fangdaten wirklich sind.
- Grundwahrheit, um unsere Habitat- und Stellenvorhersagen zu überprüfen.
- Bilder und Geschichten vom Wasser — denn Daten überzeugen erst, wenn man den Ort dahinter gesehen hat.
Wir berichten, sobald es vorbei ist. Den Gründer verfolgen? Das geht über die Gründerseite.
Dies ist eine Ankündigung; der Bericht folgt danach.