Nordseeschnäpel
Coregonus oxyrinchus
Erkennung
Der Nordseeschnäpel (Coregonus oxyrinchus) ist ein Salmonide mit einem schlanken, silbrigen Körperbau. Die Schnauze ist auffallend spitz und leicht nach unten gebogen. Die Schuppen sind groß und locker sitzend. Erwachsene Tiere werden 30-50 cm lang. Die Fettflosse (Merkmal der Salmoniden) ist deutlich vorhanden. Die Art unterscheidet sich von anderen Felchenarten durch die höhere Anzahl an Kiemenreusendornen.
Lebensweise
Der Nordseeschnäpel ist anadrom: Erwachsene Tiere leben in Küsten- und Ästuargewässern der Nordsee und wandern im Herbst zum Laichen flussaufwärts. Das Laichen findet im Dezember auf Kies- und Sandböden im Unterlauf der Flüsse statt. Die Nahrung besteht aus kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Plankton.
In den Niederlanden
Der Nordseeschnäpel war eine endemische Art des Nordsee-Ästuargebiets, die in den 1940er Jahren durch Überfischung, Wasserverschmutzung und die Abriegelung von Ästuaren ausstarb. Seit 1999 läuft ein Wiederansiedlungsprogramm mit Fischen aus der dänischen Vida-Population, der nächsten überlebenden Verwandten. Die Art ist streng geschützt durch Anhang II und IV der FFH-Richtlinie. Lauwersmeer, IJsselmeer und Wattenmeer sind wichtige Gebiete für die Wiederansiedlung.
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