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Giebel (Carassius gibelio)

Giebel

Carassius gibelio

Cyprinidae Saison offen
Max. Länge
46.6 cm
Max. Gewicht
3.0 kg
Die Angelsaison ist derzeit geöffnet.

Erkennung

Der Giebel ähnelt stark der Karausche und wird oft mit ihr verwechselt. Der Körper ist hochrückig und seitlich zusammengedrückt, mit großen, silbrigen Schuppen. Der Rücken ist dunkel olivgrün bis graubraun, die Flanken silbergrau und der Bauch weiß bis leicht gelblich. Der wichtigste Unterschied zur Karausche: der Giebel hat eine leicht gegabelte (eingebuchtete) Schwanzflosse, während die Karausche eine gerade abgeschnittene oder leicht konvexe Schwanzflosse hat. Außerdem wird der Giebel durchschnittlich größer — Exemplare von 30-40 cm sind normal, während Karauschen selten über 25 cm hinausgehen.

Verhalten & Lebensweise

Der Giebel stammt ursprünglich aus Ostasien und hat sich in den letzten Jahrzehnten stark über Europa ausgebreitet. In den Niederlanden ist er ein häufiger Fisch in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Eine bemerkenswerte Eigenschaft: Giebelpopulationen bestehen oft größtenteils aus Weibchen, die sich durch Gynogenese fortpflanzen — sie nutzen das Sperma anderer Karpfenartiger (Karpfen, Karausche, Brasse), um ihre Eizellen zu aktivieren, ohne die DNA des Männchens einzubauen. Das macht den Giebel zu einem äußerst erfolgreichen Kolonisten.

Giebel sind Allesfresser, die sich von Wasserpflanzen, Algen, Insektenlarven, Würmern und kleinen Krebstieren ernähren. Sie sind tolerant gegenüber niedrigen Sauerstoffwerten und können in Gewässern überleben, in denen viele andere Fischarten nicht bestehen können.

Angeltechniken

Der Giebel ist ein netter Beifang beim Stippfischen und wird auf dieselbe Weise gefangen wie andere kleine Karpfenartige:

  • Matchfischen — leichte Pose (1-3 Gramm) mit Made, Caster oder Mais am Haken; knapp über dem Grund angeln
  • Method Feeder — kleiner Method Feeder mit Mini-Boilie, Pellet oder Mais als Hakenköder; effektiv in Teichen
  • Kopfrute — auf 6-11 Meter mit leichtem Geschirr; ideal für Teich- und Stadtgewässerangeln

Feines Gerät verwenden: 0,12-0,16 mm Hauptschnur, Hakengröße 14-18.

In den Niederlanden

Der Giebel ist eine nicht-einheimische Art, die mittlerweile in praktisch allen Niederlanden vorkommt, von Stadtteichen bis zu Poldergräben. Die Art hat sich dank gynogenetischer Fortpflanzung und Toleranz gegenüber schlechter Wasserqualität explosionsartig ausgebreitet. Es gibt keine Schonzeit oder Mindestmaß. Obwohl nicht als einheimisch angesehen, ist die Art so etabliert, dass eine Ausrottung unrealistisch ist. In manchen Gewässern verdrängt der Giebel die einheimische Karausche, was ein ökologisches Thema ist.

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Saisonale Muster

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Wichtigste Prädiktoren

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