Schwarzmundgrundel
Neogobius melanostomus
Erkennung
Die Schwarzmundgrundel ist ein gedrungener, bodenbewohnender Fisch mit einem großen, breiten Kopf und dicken Lippen. Der Körper ist braungrau bis olivbraun mit dunklen marmorartigen Flecken. Das auffälligste Merkmal: ein deutlicher schwarzer Fleck auf der ersten Rückenflosse, der bei keiner anderen Grundelart in niederländischen Gewässern so prominent ist. Männchen werden zur Laichzeit fast vollständig schwarz. Wie bei allen Grundeln sind die Bauchflossen zu einer Saugscheibe verwachsen, mit der sie sich an harten Substraten festhalten. Die meisten Exemplare sind 8-12 cm, aber die Schwarzmundgrundel kann bis zu 25 cm werden.
Verhalten & Lebensweise
Die Schwarzmundgrundel stammt ursprünglich aus dem Ponto-Kaspischen Raum (Schwarzes Meer, Kaspisches Meer) und wurde um 2004 erstmals in den Niederlanden nachgewiesen. Die Art hat sich seitdem explosionsartig über die großen Flüsse ausgebreitet und ist heute einer der häufigsten Fische in Waal, Maas, Rhein und IJssel. Sie sind aggressive Nestbewacher und territoriale Bodenfische, die einheimische Arten durch Konkurrenz um Nahrung und Verstecke verdrängen. Schwarzmundgrundeln ernähren sich von Muscheln (besonders Dreissena-Muscheln), Flohkrebsen, Insektenlarven und Eiern anderer Fischarten. Gleichzeitig sind sie eine wichtige neue Nahrungsquelle für Zander, Barsch und Kormorane geworden.
Angeltechniken
Die Schwarzmundgrundel wird meist zufällig gefangen, kann aber gezielt befischt werden:
- Dropshotting — kleiner Shad oder Wurm an einer Dropshot-Montage knapp über dem Grund; effektiv an Steinufern
- Leichtes Posenangeln — Wurmstück oder Made direkt am Grund; in Häfen und an Steinmauern beißen sie fast sofort
Schwarzmundgrundeln beißen aggressiv und gierig — sie nehmen praktisch alles, was am Grund angeboten wird. Sie dürfen unbegrenzt entnommen werden; viele Angler raten wegen des invasiven Charakters vom Zurücksetzen ab.
In den Niederlanden
Die Schwarzmundgrundel ist der erfolgreichste Fisch-Neozoon in der jüngeren niederländischen Geschichte. Über Ballastwasser von Schiffen aus dem Schwarzmeergebiet erreichte die Art die großen Flüsse und hat sich von dort in Kanäle, Häfen und sogar Bäche ausgebreitet. Die ökologische Auswirkung ist erheblich: die Art konkurriert mit einheimischen Bodenfischen wie Schmerle und Gründling und frisst aktiv Eier und Brut anderer Fischarten. Es gibt keinen Schutzstatus, keine Schonzeit und kein Mindestmaß. Viele Angler betrachten die Schwarzmundgrundel als Plage, aber der Fisch hat die Ernährung von Zander und Barsch bereichert.
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