Erkennung
Der Sibirische Stör (Acipenser baerii) ist eine mittelgroße Störart, die bis zu 2 Meter lang werden kann, in den Niederlanden aber meist kleiner ist (40-80 cm). Der Körper hat die typischen fünf Reihen von Knochenplatten. Die Schnauze ist relativ kurz und breit im Vergleich zum Europäischen Stör. Die Färbung variiert von dunkelgrau bis braun, mit hellerem Bauch.
Lebensweise
Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet (sibirische Flüsse) ist der Sibirische Stör anadrom oder standorttreu. Die Art ernährt sich von Bodenorganismen: Insektenlarven, Würmern und kleinen Krebstieren. In niederländischen Gewässern sind die meisten Exemplare aus Aquakulturanlagen entwichen und pflanzen sich nicht fort.
In den Niederlanden
Mit 131 Beobachtungen in unserer Datenbank handelt es sich nahezu ausschließlich um Aquakultur-Entweichungen. Der Sibirische Stör wird in Europa intensiv für Kaviar und Fleisch gezüchtet und entweicht regelmäßig aus Zuchtanlagen und Zierteichen. Die Art ist nicht heimisch und es gibt keine sich selbst erhaltende Population in den Niederlanden. Eine Verwechslung mit dem geschützten Europäischen Stör ist möglich; die Bestimmung erfordert eine genaue Untersuchung der Knochenplatten.