Europäischer Wolfsbarsch
Dicentrarchus labrax
Erkennung
Der Wolfsbarsch hat einen kräftigen, silbergrauen Körper mit dunklerem Rücken und hellerem Bauch. Die zwei Rückenflossen sind deutlich getrennt: die erste mit scharfen Stacheln, die zweite mit weichen Strahlen. Kennzeichnend sind die großen Schuppen, der schwarze Fleck auf dem Kiemendeckel und die breite Schwanzflosse. Wolfsbarsche können in niederländischen Gewässern bis 80 cm werden, Exemplare über einem Meter sind seltene Ausnahmen.
Verhalten & Lebensweise
Der Wolfsbarsch ist ein aktiver Raubfisch, der in der Brandung, an Buhnen und bei Hafenmolen jagt. Er frisst gierig Garnelen, Krabben, Sandaale und kleine Plattfische. Wolfsbarsche ziehen im Frühjahr aus dem Ärmelkanal und der Nordsee an die niederländische Küste und die Oosterschelde. Sie jagen in Gruppen und sind besonders aktiv bei Gezeitenwechsel, wenn Strömungen Beutefische mittragen.
Angeltechniken
Der Wolfsbarsch ist der beliebteste Sportfisch an der niederländischen Küste:
- Spinnfischen: Kunstköder wie Wobbler, Gummifische und Blinker an Buhnen und in der Brandung. Bei auflaufendem Wasser sind die Chancen am größten.
- Fliegenfischen: Streamer-Muster, die Garnelen oder Sandaale imitieren, effektiv im Flachwasser.
- Naturköder: Garnelen, Seeringelwürmer oder Fischstreifen am Paternoster oder Durchlaufmontage.
In den Niederlanden
Die Wolfsbarschbestände haben in den letzten Jahrzehnten an der niederländischen Küste deutlich zugenommen, vermutlich durch steigende Wassertemperaturen. Zeeland (Oosterschelde, Westerschelde, Küstenbuhnen) ist das Kerngebiet. Auch an der süd- und nordholländischen Küste werden zunehmend Wolfsbarsche gefangen. Es gelten Mindestmaß und Fanglimits. Catch & Release wird empfohlen, um den Bestand zu schützen.
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