Quappe
Lota lota
Erkennung
Die Quappe ist der einzige Süßwasservertreter der Dorschfamilie. Der langgestreckte, schlanke Körper ist mit kleinen Schuppen und einer dicken Schleimschicht bedeckt. Kennzeichnend ist die einzelne Kinnbartel am Unterkiefer — genau wie bei ihren marinen Verwandten. Die Farbe variiert von dunkelbraun bis olivgrün mit einem helleren, marmorierten Muster. Die zwei Rückenflossen und die lange Afterflosse sind typisch. Kann bis 60 cm groß werden.
Verhalten & Lebensweise
Die Quappe ist ein echter Winterfisch: am aktivsten bei Wassertemperaturen zwischen 1 und 4°C, wenn praktisch alle anderen Fische inaktiv sind. Das Laichen findet mitten im Winter statt (Dezember-März) — einzigartig unter niederländischen Süßwasserfischen. Tagsüber versteckt sich die Quappe unter Steinen, Baumwurzeln und in Höhlen. Nachts jagt sie kleine Fische, Krebstiere und Insektenlarven.
Angeltechniken
Quappenangeln ist Winterangeln par excellence. Die besten Chancen bestehen in den kalten Monaten, vorzugsweise nachts:
- Toter Köderfisch am Grund: Kleine Fische oder Fischstreifen an einem Einzelhaken auf steinigem Grund.
- Würmer: Tauwürmer am Grund funktionieren gut, besonders mit einem Laufbleisystem.
- Standort: Steinige Ufer, Brückenpfeiler und Bereiche mit hartem Untergrund.
Der Biss ist oft subtil — die Quappe nimmt den Köder ruhig auf.
In den Niederlanden
Die Quappe war einst häufig in den großen Flüssen und im IJsselmeer-Gebiet, ging aber im 20. Jahrhundert durch Wasserverschmutzung und Kanalisierung stark zurück. Die Art ist heute sehr selten und geschützt. Es laufen Wiedereinführungsprogramme. Unsere Datenbank enthält 368 Nachweise.
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