Erkennung
Der Sonnenbarsch ist einer der farbenprächtigsten Fische in niederländischen Gewässern. Der Körper ist hochrückig, seitlich zusammengedrückt und scheibenförmig. Der Rücken ist olivgrün mit blauen und orangen Punkten, die Flanken zeigen auffällige türkise und orange Streifen. Das markanteste Merkmal ist der schwarze 'Ohrfleck' auf dem Kiemendeckel mit einem leuchtend roten oder orangen Rand — eine Art falsches Auge. Der Bauch der Männchen färbt sich zur Laichzeit leuchtend orange bis rot. Sonnenbarsche sind klein: die meisten Exemplare sind 8-15 cm, Ausnahmen über 20 cm sind selten.
Verhalten & Lebensweise
Der Sonnenbarsch ist ein nordamerikanischer Neozoon, der um 1900 als Aquarienfisch nach Europa gebracht wurde und sich seitdem ausgebreitet hat. Es ist ein territorialer Fisch: Männchen graben eine Nestmulde in den Boden und bewachen aggressiv ihre Eier und Brut. Sonnenbarsche leben in flachen, warmen, stehenden Gewässern mit viel Bewuchs — Teiche, Weiher und geschützte Bachufer. Sie sind Allesfresser, die sich von Insektenlarven, kleinen Krebstieren, Fischeiern und sogar kleinen Fischen ernähren. In manchen Gewässern kann sich der Sonnenbarsch explosionsartig vermehren und mit einheimischen Arten um Nahrung und Nistplätze konkurrieren.
Angeltechniken
Der Sonnenbarsch ist ein netter Fisch für Anfänger und Kinder wegen seines gierigen Bisses und der farbenfrohen Erscheinung:
- Leichtes Posenangeln — kleines Posengeschirr (0,5-1,5 Gramm) mit Wurmstück, Made oder Brotkrümel; ufernah im Bewuchs angeln
- Ultraleichtes Spinnfischen — winzige Spinner oder Micro-Jigs an einer UL-Rute; spielerisch und sportlich
- Fliegenfischen — kleine Nymphen oder Trockenfliegen (Größe 14-18); Sonnenbarsche nehmen gierig Fliegen von der Oberfläche
Das leichteste Gerät verwenden — eine Ultralight-Rute macht aus diesem kleinen Fisch einen netten Drill.
In den Niederlanden
Der Sonnenbarsch ist eine invasive Art, die mittlerweile in großen Teilen der Niederlande vorkommt, besonders in Teichen und Weihern im Süden und Osten. Die Art breitet sich immer noch aus, teilweise durch unverantwortliches Aussetzen durch Aquarienhalter. Es gibt keine Schonzeit oder Mindestmaß — Sonnenbarsche dürfen ganzjährig entnommen werden. Aus ökologischer Sicht ist die Ausbreitung besorgniserregend: Sonnenbarsche fressen Eier und Brut einheimischer Arten und können in kleinen, isolierten Gewässern die Biodiversität unter Druck setzen.
Was unsere Modelle über Sonnenbarsch zeigen
Unten steht, was unsere Modelle in den Daten sehen. Das sind Zusammenhänge: wo das eine vorkommt, kommt das andere öfter vor. Das ist keine Ursache. Jedes Modell beantwortet eine Frage und darf nicht mehr sagen, als es gemessen hat. Das Label an der Überschrift sagt, welche Frage — und wie sicher die Antwort ist.
Wo diese Art lebt Starkes Modell
Gründling (Gobio gobio)Dieses Modell muss man mit Vorsicht lesen, und wir erklären warum.
Oben stehen der Gründling und die Bachschmerle, danach die Gebänderte Prachtlibelle (Calopterygidae) und Kriebelmücken (Simuliidae). Das sind durchweg Tiere FLIESSENDEN Wassers. FishBase schreibt aber, der Sonnenbarsch bewohnt bewachsene Seen und Teiche und meidet schnelles Wasser.
Es stehen auch Namen darin, die passen: die Schleie, der Hecht und das Moderlieschen, alle drei Fische stillen, bewachsenen Wassers. Aber die schwersten biologischen Namen zeigen in die falsche Richtung.
Dazu kommt, dass fast ein Fünftel dieses Modells auf vier Werten ruht: Wind, Luftfeuchtigkeit, Schwermetalle und Nährstoffgehalt. Die ersten beiden sagen vor allem etwas darüber, WO ein Feld liegt — an der Küste oder im Landesinneren — und wenig über das Wasser selbst. Wir nehmen diese Liste deshalb als Hinweis, nicht als Beschreibung.
Wo es viele gibt Schwaches Modell
Dieses Modell ist schwach. Zu vielen Sonnenbarschen gehören Bachläufer (Veliidae), Wassermilben der Familie Oxidae und der Seerosenblattkäfer (Chrysomelidae), der von schwimmenden Blättern frisst.
Weniger Sonnenbarsche zählen wir beim Pferdeegel (Haemopidae), Quellblasenschnecken (Physidae), Wasserlinsen (Araceae) und Wasserzünslern (Crambidae).