Merkmale
Der Nagelrochen ist der bekannteste Rochen der niederländischen Küste und wird bis etwa 1,4 Meter lang. Die Scheibe ist rautenförmig mit leicht zugespitzter Schnauze. Der Rücken ist in Braun, Graubraun und Ocker marmoriert, mit unregelmäßigen dunkleren und helleren Flecken — Tarnung, kein klares Punktmuster. Kennzeichnend sind die Dornen: kräftige, gebogene Stacheln auf jeweils breiter, knopfförmiger Basis, über die Scheibe verteilt und in einer Reihe über Rücken und Schwanz. Ältere Weibchen sind deutlich dorniger als Männchen.
Verhalten & Lebensweise
Er lebt über Sand-, Kies- und Schlickböden vom flachen Küstenwasser bis etwa sechzig Meter Tiefe und liegt oft halb eingegraben, sodass nur Augen und Rückendornen herausschauen. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Krabben und Garnelen, dazu Sandaal und kleine Plattfische. Er legt Eikapseln mit steifen Ecken, die regelmäßig anspülen. Im Frühjahr und Sommer zieht die Art in flacheres Wasser, im Winter wieder hinaus.
In den Niederlanden
Von allen Rochen begegnet man diesem an der niederländischen Küste am häufigsten; Oosterschelde und Voordelta sind wichtige Kinderstuben. Die IUCN-Rote-Liste führt ihn als gefährdet (Near Threatened). Er teilt die Empfindlichkeit aller Rochen: langsames Wachstum, späte Geschlechtsreife und wenige Junge pro Jahr. VisScanner kennzeichnet ihn daher als Rücksetzart. Hebe einen Rochen nie am Schwanz oder an den Flügelspitzen an, sondern stütze die ganze Scheibe und setze ihn flach und zügig zurück.