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Karpfen

Cyprinus carpio

Cyprinidae Rücksetzpflicht

Der Karpfen ist der große, kräftige Fisch der niederländischen Teiche, Seen, Kanäle und Flüsse. Karpfenangeln gehört in den Niederlanden zu den beliebtesten Arten zu angeln. Auf dieser Seite lesen Sie, wie Sie einen Karpfen erkennen, wo er steht, wie Sie ihn fangen und welche Regeln gelten. Sie lesen auch, wie groß ein Karpfen werden kann. Ganz unten sehen Sie, was unsere Modelle in den Daten gefunden haben.

Erkennung

Kopf eines Karpfens aus der Nähe: das Maul wie ein Rohr nach vorn geschoben, mit zwei kurzen und zwei längeren BartelnVier Barteln und ein Maul, das er nach vorn schieben kann

Ein Karpfen hat einen kräftigen Körper mit großen Schuppen und eine lange Rückenflosse. Der vorderste Strahl dieser Flosse ist hart und gesägt (Sportvisunie). Ein Wildkarpfen ist am Rücken bräunlich grün und am Bauch goldgelb. Die unteren Flossen haben einen rötlichen Ton (FAO). Junge Karpfen haben oft einen dunklen Fleck an der Schwanzwurzel (RAVON).

Das sicherste Merkmal sitzt am Maul. Ein Karpfen hat vier Barteln: zwei kurze an der Oberlippe und zwei längere in den Maulwinkeln (RAVON). Sein Maul kann er weit nach vorn schieben, wie ein Rohr (Sportvisserij Nederland). Zähne im Maul hat er nicht (Wikipedia). Seine Nahrung zermahlt er mit kräftigen Zähnen im Schlund. Sie sehen aus wie Backenzähne (FishBase).

Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen oder Lederkarpfen?

Ein Spiegelkarpfen unter Seerosen: glatte Haut mit einer Reihe großer, unregelmäßiger Schuppen entlang der RückenflosseEin Spiegelkarpfen: große, einzelne Schuppen auf glatter Haut

Von Natur aus ist ein Karpfen ganz mit Schuppen bedeckt. Durch Zucht gibt es auch Karpfen mit nur wenigen Schuppen oder ganz ohne (RAVON). In niederländischen Gewässern kommen vier Formen vor: der Schuppenkarpfen, der Spiegelkarpfen, der Zeilkarpfen und der Lederkarpfen (Sportvisunie). Der Zeilkarpfen hat eine Reihe großer Schuppen entlang der Seitenlinie (Wikipedia). Alle gehören zur selben Art. Bei Karpfenanglern ist der Spiegelkarpfen besonders beliebt, wegen seiner Farben und seiner Schuppenmuster (Sportvisunie).

Im Mittelalter kamen Karpfen in die Niederlande und verwilderten dort. Diese Tiere heißen Wildkarpfen, auf Niederländisch boerenkarper (Deltares). Sie sind schlanker als Zuchtkarpfen. Früher lebten sie offenbar vor allem in leicht salzigen Gewässern, etwa in der Zaanstreek, bei Workum und in Zeeland (Sportvisserij Nederland). In einer Untersuchung waren Wildkarpfen viel schwerer zu fangen als Zuchtkarpfen. Die Zuchtkarpfen ließen sich von Unruhe am und im Wasser weniger stören (Sportvisserij Nederland).

Ist ein Koi ein Karpfen?

Ein Koi ist ein Karpfen, der wegen seiner Farben gezüchtet wurde: orange, gelb, weiß oder schwarz (RAVON). Aber welcher Karpfen? Das ist nicht sicher. Koi stammen vielleicht vom Amurkarpfen ab (Cyprinus rubrofuscus). Das ist ein naher Verwandter unseres Karpfens. Oder sie stammen von Kreuzungen der beiden ab. Manchmal entkommt ein Koi aus einem Gartenteich und landet im offenen Wasser (IUCN).

Karpfen, Karausche, Giebel oder Graskarpfen?

Eine Karausche zwischen Wasserpflanzen: ein hoher, goldfarbener Körper, eine gewölbte Rückenflosse und keine BartelnDie Karausche: keine Barteln und eine gewölbte Rückenflosse

Einige Fische sehen einem Karpfen ähnlich. Achten Sie zuerst auf das Maul: Ein Karpfen hat Barteln, Karausche und Giebel haben keine (RAVON).

Die Karausche hat eine nach außen gewölbte Rückenflosse, der Giebel eine nach innen gebogene. Junge Karauschen haben wie junge Karpfen oft einen dunklen Fleck an der Schwanzwurzel. Junge Giebel haben ihn nicht (RAVON). Beide bleiben viel kleiner als ein Karpfen. Ein Giebel kann etwa 45 Zentimeter lang werden, eine Karausche 60 Zentimeter und ein Karpfen etwa 120 Zentimeter (Sportvisserij Nederland). Einen Goldfisch in seiner natürlichen Farbe können Sie nicht von einem Giebel unterscheiden (RAVON).

Es wird noch schwieriger: Diese Fische können sich untereinander kreuzen (Schiphouwer u. a.). Für die Karausche ist das eine Gefahr. Wo sie mit Karpfen zusammenlebt, können sich die beiden kreuzen (RAVON). Und die Karausche steht in den Niederlanden als gefährdet auf der Roten Liste (RAVON).

Eine junge Schleie sieht einem jungen Karpfen manchmal ähnlich. Auch eine Schleie hat Barteln: zwei, und man sieht sie nicht immer gut (RAVON). Aber eine Schleie hat winzige Schuppen und eine kurze Rückenflosse (RAVON).

Der Graskarpfen hat einen schlanken Körper wie ein Torpedo und große Schuppen mit dunklem Rand. Barteln hat er nicht. In den Niederlanden setzt man Graskarpfen seit 1968 gegen zu viele Wasserpflanzen ein. Dort vermehren sie sich nicht (RAVON). Einen Graskarpfen müssen Sie immer zurücksetzen, genau wie einen Karpfen (Sportvisunie).

Lebensweise und Laichzeit

Der Karpfen mag warmes Wasser. Darum lebt er am liebsten in flachem Wasser, das still steht oder langsam fließt (Sportvisserij Nederland). Er frisst vor allem Insektenlarven, kleine Krebstiere, Weichtiere und Würmer (Sportvisunie), aber auch Pflanzenteile (FishBase). Seine Nahrung sucht er meist am Grund. Mit seinem vorstülpbaren Maul wühlt er den Boden auf und sucht nach Kleintieren (RAVON). Er saugt aber auch Insekten von der Wasseroberfläche. Am aktivsten ist der Karpfen in der Dämmerung, morgens und abends (FishBase).

Im Sommer schwimmt ein Karpfen fast nie allein, sondern in kleinen Gruppen. Er kann dann am Tag weite Strecken zurücklegen (Sportvisserij Nederland). Karpfen können Jahrzehnte alt werden. In der Fachliteratur steht ein Alter von bis zu 50 Jahren (FishBase).

Ein Karpfen lernt auch. Hing er schon einmal am Haken, wird er danach noch vorsichtiger und schwerer zu fangen. Niederländische Angler nennen das hengeldressuur (Sportvisserij Nederland).

Laichende Karpfen am flachen Rand eines Sees zwischen überflutetem Gras und Schilf: ihre Rücken und Rückenflossen ragen aus dem Wasser, Wasser spritzt aufLaichzeit: Karpfen am flachen Seeufer, zwischen Gras und Schilf

Wann laichen Karpfen?

Spät im Frühjahr. Die Laichzeit beginnt erst, wenn das Wasser 15 bis 19 Grad warm ist, am liebsten 18 bis 22 Grad. In den Niederlanden ist das meist von Mitte Mai bis Ende Juni (Sportvisserij Nederland). Bei schlechten Bedingungen kann sich das Laichen bis in den August verschieben. Das ist zum Beispiel so bei zu wenigen Pflanzen oder bei einem niedrigen oder stark schwankenden Wasserstand (Deltares). Die Karpfen ziehen dann in kleinen Gruppen ins flache Wasser (Sportvisserij Nederland). Ein Weibchen laicht mit einigen Männchen zwischen dichten Pflanzen. Die Eier sind klebrig und haften an den Pflanzen (FishBase). Das passiert oft früh am Morgen. Nach 3 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven, je nach Temperatur (Deltares).

Trotzdem klappt die Vermehrung in den Niederlanden oft nicht. Das Wasser ist für die Jungfische oft zu kalt (Sportvisunie), und viele werden gefressen (Sportvisserij Nederland). Am besten gelingt sie in flachem, warmem Wasser mit vielen Pflanzen und wenigen Raubfischen, vor allem in leicht salzigem Wasser (Schiphouwer u. a.). Darum werden in den Niederlanden seit Jahrhunderten Karpfen gezüchtet und besetzt (Sportvisunie). Mehr dazu lesen Sie unter Karpfen in den Niederlanden.

Wo steht der Karpfen?

Ein Karpfen wühlt mit dem Kopf im weichen Boden; eine Schlammwolke und eine Reihe kleiner Blasen steigen aufEin fressender Karpfen: Schlamm und Blasen verraten ihn

Karpfen leben heute fast überall in den Niederlanden (Sportvisunie): in Teichen und Stadtgewässern, in kleinen Seen und Poldergewässern, in großen Kanälen, Flüssen und Seen. Sie mögen warmes, flaches Wasser mit wenig oder keiner Strömung (Sportvisserij Nederland), am liebsten mit schlammigem Grund (FishBase).

Wo genau? Schilfkanten sind immer gut, vor allem wenn die Halme nicht zu dicht stehen. Unter überhängenden Ästen und Büschen liegen Karpfen auch gern. Brücken sind echte Hotspots, besonders wenn das Wasser kälter wird. Im Polder lohnen sich die Durchlässe, also die Rohre unter einem Weg oder Deich. Baggerseen sind oft zäh. Aber ein Karpfen von dort ist meistens ein großer (Sportvisunie).

Karpfen verraten sich oft. Achten Sie auf bewegte Schilfhalme, kleine Schlammwolken, aufsteigende Blasen und Karpfen an der Oberfläche (Sportvisunie, Sportvisunie). Die Blasen kommen meist nicht aus dem Fisch selbst. Es sind Gase aus dem Schlamm. Sie werden frei, wenn ein Karpfen mit dem Kopf im Boden wühlt. Am besten sehen Sie die Blasen früh am Morgen (Angling Times). Aber nicht jede Blase bedeutet einen fressenden Karpfen. Auch ein Fisch kann Blasen machen, wenn er mit dem Bauch durch den Schlamm streift (VISblad).

Seien Sie am Ufer leise. Karpfen sind von Natur aus meist sehr scheu. Bei jeder fremden Bewegung und jedem Geräusch am und im Wasser schwimmen sie weg (Sportvisserij Nederland).

Wie Sie Karpfen in einem großen Gewässer suchen, lesen Sie auf unserer Seite über das IJsselmeer. Was unsere Modelle in Karpfengewässern sehen, steht ganz unten auf dieser Seite.

Karpfenangeln im Jahreslauf

Achten Sie vor allem auf die Wassertemperatur. Ein Karpfen beginnt meist erst bei 13 bis 14 Grad zu fressen. Am meisten frisst er bei 23 bis 28 Grad. Unter 8 Grad hört er meist auf, nach Nahrung zu suchen. Trotzdem hat man auch unter dem Eis Karpfen bei der Futtersuche gesehen (Sportvisserij Nederland). Ein plötzlicher Kälteeinbruch kann Karpfen träge machen. Bleibt die Temperatur gleich oder wird das Wasser etwas wärmer, fangen Sie oft mehr (Sportvisunie).

Frühjahr. Die oberste Wasserschicht wird zuerst warm. Dort gibt es oft auch mehr Sauerstoff. Darum ist diese Schicht für Karpfen interessant (Sportvisunie). Füttern Sie im Frühjahr nicht zu viel an. Zu viel Futter macht die Fische schnell satt. Beginnen Sie mit einer kleinen Handvoll und füttern Sie erst nach, wenn gefressen wird (Sportvisunie).

Laichzeit. Bei etwa 18 Grad Wassertemperatur beginnt das Laichen. Die Karpfen sind dann weniger aktiv. Aber ein paar Tage davor und danach sind sie besonders hungrig (Sportvisunie). Sehen Sie Karpfen laichen? Dann lassen Sie sie in Ruhe und angeln Sie woanders. Das Laichen kostet einen Karpfen viel Kraft. Er kann dabei Schuppen verlieren und Flossen einreißen (Angling Times).

Sommer. Der Karpfen ist aktiv. Bei ruhigem, warmem Wetter schwimmt er oft dicht unter der Oberfläche (Sportvisserij Nederland). Jetzt ist Zeit für das Oberflächenangeln. Wird das Wasser sehr warm, enthält es weniger Sauerstoff, und die Karpfen werden träge (Sportvisunie). Möchten Sie nachts angeln? Lesen Sie zuerst die Regeln für das Nachtangeln.

Herbst. Das Wasser kühlt ab, und der Karpfen zieht an die tieferen Stellen. Dort bleibt das Wasser am längsten warm (Sportvisserij Nederland). Im September fressen Karpfen oft noch gut. Füttern Sie trotzdem nicht gleich viel an, sondern fangen Sie klein an (Sportvisunie).

Winter. Die Karpfen stehen zusammen im tieferen Wasser und fressen nur noch wenig (Sportvisserij Nederland). Trotzdem können Sie auch im Winter Karpfen fangen. Füttern Sie dann sehr sparsam. Laut dem Karpfenangler Remond van Dijk reicht eine Dose Mais oder eine Schaufel Hanf völlig aus. Die Fische sollen sich an das Futter gewöhnen, aber nicht satt werden (VISblad). Suchen Sie Stellen, die etwas wärmer sind. Ein Schilfgürtel an der Sonnenseite kann ein Grad wärmer sein. Solche Stellen finden Karpfen sicher, sagt Van Dijk (Sportvisunie). Rechnen Sie mit wenigen Bissen. Für den Karpfenangler Henri Kellij ist im Winter ein Fisch pro Ansitz oft schon ein schöner Erfolg (Sportvisunie).

Methoden und Gerät

Eine Haarmontage auf einem nassen Holzsteg: Vorfach, Haken und Boilie in einer geraden Linie, der Boilie an einer eigenen kurzen Schnur dicht hinter dem Haken, daneben Mais und TigernüsseDas Haar: Der Köder sitzt an einer eigenen kurzen Schnur, nicht am Haken

Viele Karpfenangler fischen stationär: mit Köder am Grund und einer Selbsthakmontage. Der Karpfen hakt sich selbst, sobald er den Köder aufnimmt (Sportvisunie). Der Köder sitzt dabei nicht am Haken, sondern an einem Haar. Das ist eine kurze Schnurschlaufe unter dem Haken. Lassen Sie zwischen Köder und Haken etwa eine Fingerbreite Platz. So bleibt die Hakenspitze frei und greift gut (Sportvisunie). Die Haarmontage erfanden die Karpfenangler Len Middleton und Kevin Maddocks Ende der 1970er-Jahre in England (American Carp Society).

Das schwere Blei gehört zur Montage: Durch sein Gewicht hakt sich der Karpfen selbst. Der niederländische Verband rät zu bleifreien Wurfgewichten von 80 bis 100 Gramm (Sportvisunie). Und angeln Sie fischsicher. Reißt Ihre Schnur, muss der Karpfen zumindest das Blei verlieren können (Sportvisunie).

Welcher Köder? Der beliebteste Köder ist der Boilie, eine gekochte Teigkugel in vielen Farben und Geschmacksrichtungen. Auch Mais fängt gut, aus der Dose oder gekochter Futtermais (Sportvisunie). Tigernüsse haben einen großen Vorteil: Von allen Samen und Nüssen lassen Weißfische sie am ehesten liegen (Sportvisunie). Bereiten Sie sie aber richtig vor: mindestens 12 Stunden einweichen und danach etwa eine halbe Stunde kochen (Sportvisunie). Eine trockene Nuss kann im Magen eines Karpfens aufquellen. Laut dem Gerätehersteller Korda ist das ein Grund, warum manche Gewässer Tigernüsse verbieten. Richtig vorbereitet machen sie dem Fisch nach Korda keine Probleme (Korda). Manche Gewässer verbieten sie trotzdem ganz (CarpFarm Lake).

Mit dem Method Feeder. Das ist ein flacher Futterkorb, um den Sie Futter drücken. Ihr Hakenköder liegt mitten in diesem Futterhäufchen. Das kurze Vorfach und das Gewicht des Korbs sorgen dafür, dass sich der Karpfen meist selbst hakt (Angling Times). Nehmen Sie einen Korb von 15 bis 30 Gramm und ein Vorfach von 5 bis 10 Zentimetern (Sportvisunie). Mit dem Method Feeder können Sie mit recht leichtem Gerät auf Karpfen angeln (VISblad).

Gerät. Für das Grundangeln nehmen Sie eine Karpfenrute von 3,30 bis 3,60 Meter mit einer Testkurve von 2 bis 3 lb. Die Testkurve sagt, wie steif eine Rute ist. Dazu gehört eine Rolle der Größe 4000 bis 8000 mit 0,25 bis 0,35 mm Monofil oder 0,18 bis 0,25 mm geflochtener Schnur. In der Nähe von Hindernissen angeln Sie stärker (Sportvisunie). Kescher, Abhakmatte und Wiegeschlinge gehören immer dazu (Sportvisunie).

Karpfenangeln mit der Pose

Nur die rot-orange Spitze einer Pose ragt aus dem dunklen Wasser. Rundherum steigen kleine Bläschen auf, im Hintergrund steht SchilfRichtig eingestellt: Nur die Spitze der Pose ragt aus dem Wasser

Das Posenangeln ist eine aktive Art, auf Karpfen zu angeln. Sie ziehen von Platz zu Platz. Nehmen Sie deshalb wenig Gerät mit (Sportvisunie). Und Sie sehen den Biss: Die Pose zittert und zieht weg (Sportvisunie). Das klappt oft gut an kleineren Gewässern: an Gräben, kleinen Stadtkanälen, Poldergewässern und Teichen in Städten und Parks. Dort gibt es oft viele Karpfen. Und so ein Gewässer liegt meist nicht weit von zu Hause (Sportvisunie). Der niederländische Angelverband nennt als Beispiel die Gräben und kleinen Kanäle im Haarlemmermeer-Polder, rund um Hoofddorp und den Flughafen Schiphol. Laut dem Verband gibt es dort sehr viele Karpfen, und an den meisten Gewässern dürfen Sie mit dem VISpas angeln (Sportvisunie).

Das Schild der VISparel Surhuisterveen an einem Angelsteg an einem Dorfteich. Auf dem Schild stehen unter anderem Karpfen, Schleie und RotfederVISparel Surhuisterveen: das Schild und der Angelsteg. Foto: Sportvisserij Fryslân

VISparels. Ein guter Ort für den Anfang ist eine VISparel. Das ist ein Teich in einer Stadt oder einem Dorf. Angelvereine und Verbände haben ihn zum Angeln hergerichtet, oft zusammen mit der Gemeinde. Die Idee: ein Platz nah am Zuhause, mit Angelstegen und genug Fisch, damit man auch wirklich etwas fängt. VISparels sollen vor allem junge Menschen zum Angeln bringen (Sportvisunie). In Surhuisterveen haben Verein, Gemeinde und Verband die VISparel 2021 gemeinsam eröffnet. Sie stellten das VISparel-Schild auf, das Sie auf dem Foto sehen. Im selben Jahr wurden dort Schuppen- und Spiegelkarpfen eingesetzt (Sportvisserij Fryslân). An manchen VISparels angeln Sie bleifrei (Gezamenlijke Lijst). Und mit dem VISpas setzen Sie auch hier jeden Karpfen zurück (VISpas-Bedingungen).

Angeln Sie dicht an einem Schilfgürtel oder an einem Feld mit Wasserpflanzen wie Seerosen oder Rohrkolben. Am Schilf suchen Karpfen Futter. Unter den Schwimmblättern suchen sie Schutz (Sportvisunie). Sieht ein Graben im Polder überall gleich aus? Dann suchen Sie nach allem, was anders ist: ein Rohr unter einem Weg, eine kleine Brücke, ein Schilfgürtel oder die Mündung eines Seitengrabens (Sportvisunie). An Schilf, Pflanzen und Brücken angeln Sie mit kräftigem Gerät. So halten Sie den Karpfen aus dem Schilf und den Pflanzen heraus, und er wird nicht verletzt (Sportvisunie). Mehr gute Stellen finden Sie unter Wo steht der Karpfen?

Die Stärke des Posenangelns: Sie legen am Ufer ein paar kleine Futterplätze an. Diese befischen Sie nacheinander. Streuen Sie an jedem Platz drei bis vier Handvoll Mais oder Kichererbsen. Befischen Sie danach jeden Platz eine halbe bis eine Dreiviertelstunde. So schaffen Sie an einem Angeltag 8 bis 10 Plätze. Und wenn Sie an einen Platz kommen, frisst dort oft schon ein Karpfen. Sie suchen den Karpfen also auf. Sie warten nicht den ganzen Tag, bis einer vorbeikommt (Sportvisunie). Im März ist das Wasser noch kalt. Dann befischt der Karpfenangler Bente Morsch jeden Platz nur etwa zehn Minuten. So schafft Morsch in einer Stunde mindestens fünf Plätze (Sportvisunie).

Köder für die Pose. Beim Posenangeln nimmt man meist natürliche Köder: Mais, Tigernüsse oder Kichererbsen. Auch ein großer Wurm kann überraschend gut fangen (Sportvisunie). Süßer Dosenmais ist beliebt. Nehmen Ihnen Weißfische den Mais weg? Dann nehmen Sie harten Futtermais. Weichen Sie ihn wie Kichererbsen 12 Stunden ein und kochen Sie ihn danach 30 Minuten (Sportvisunie). Stecken Sie zwei oder drei Körner auf den Haken. Oder fädeln Sie sie mit einer Ködernadel auf ein Haar. Füttern Sie direkt nach dem Auswerfen eine kleine Handvoll Mais rund um die Pose (Sportvisunie). Lässt ein scheuer Karpfen im Polder Ihren Mais liegen? Einen Wurm nimmt er oft trotzdem, vor allem im Frühjahr (Sportvisunie).

Welche Pose? Auf flachem Wasser können Sie eine feste Pose nehmen. Auf tieferem Wasser nehmen Sie eine Laufpose. Sie gleitet frei auf der Schnur. Wählen Sie eine Pose mit leuchtend gelber oder oranger Spitze. Dann sehen Sie den Biss am besten (Sportvisunie).

Die Pose einstellen. Meist bieten Sie den Köder am Grund an. Klemmen Sie dafür 15 Zentimeter über dem Haken ein kleines Schrotgewicht auf die Schnur. Setzen Sie darüber weitere Schrote, bis die Pose langsam sinkt. Die Pose hört auf zu sinken, sobald das unterste Schrot den Grund berührt. Schieben Sie dann den Stopper über der Pose auf der Schnur nach oben. Am Ende soll nur die Spitze der Pose knapp aus dem Wasser ragen (Sportvisunie). Jetzt ruht die Pose auf dem untersten Schrot. Nimmt ein Karpfen den Köder, kann die Pose steigen (Sportvisunie). Sie kann aber auch abtauchen oder schräg wegziehen. Achten Sie also genau auf die Spitze (Sportvisunie). Schwimmen die Karpfen im Mittelwasser? Dann stellen Sie die Pose so ein, dass der Köder etwa 40 Zentimeter unter der Oberfläche hängt (Sportvisunie).

Anschlag und Drill. Sitzen Sie tief und bewegen Sie sich ruhig. Dann verscheuchen Sie die Fische nicht. Mit einer Kappe und einer Polbrille sehen Sie viel besser (Sportvisunie). Ein paar kleine Zupfer, dann taucht die Pose schräg ab: Das ist oft der Moment für den Anschlag. Schlagen Sie dann sofort an. Im freien Wasser lassen Sie den Karpfen sich austoben. Schwimmt er auf Pflanzen oder Hindernisse zu? Dann bremsen Sie die Spule mit dem Finger. Stellen Sie vorher die Bremse Ihrer Rolle ein. Sie soll Schnur geben, wenn Sie kräftig ziehen. Dann reißt die Schnur nicht, wenn der Karpfen losstürmt (Sportvisunie).

Was Sie mitnehmen. Nehmen Sie eine Rute von 3,30 bis 4 Meter mit einer Testkurve von 1,5 bis 2 lb. Eine normale Rolle der Größe 4000 bis 6000 reicht. Spulen Sie 0,22 bis 0,30 mm Monofil oder 0,18 bis 0,20 mm geflochtene Schnur auf. Nehmen Sie einen dickdrahtigen Haken der Größe 6 bis 10, denn Karpfen sind sehr stark. Ein großer Kescher mit feinen, gummierten Maschen schont die Schleimhaut des Fisches. Und nehmen Sie eine Abhakmatte, die Sie aufrollen oder falten können. Sie passt gut in Ihre Tasche (Sportvisunie).

Karpfenangeln an der Oberfläche

Von oben gesehen: Ein Karpfen schwimmt dicht unter der Oberfläche auf ein schwimmendes Stück Brotkruste zu, das Maul direkt darunter. Weiter weg treiben zwei Brocken HundefutterOberflächenangeln: Ein Karpfen kommt zu einer schwimmenden Brotkruste hoch

Beim Oberflächenangeln sehen Sie, wie ein Karpfen Ihren schwimmenden Köder nimmt. Dann schlagen Sie an. Für den niederländischen Angelverband ist das die spannendste Art, auf Karpfen zu angeln (Sportvisunie). Sie brauchen wenig: eine Rute, einen Kescher, eine Abhakmatte und etwas schwimmenden Köder. Bei passendem Wetter haben Sie auch nach der Arbeit in ein paar Stunden eine gute Chance auf einen Karpfen (Korda).

Wann? Karpfen kommen vor allem dann an die Oberfläche, wenn es ein paar Tage hintereinander warm und sonnig ist. Um die Mittagszeit beißen sie dann manchmal schlecht. Sie sonnen sich lieber. Die besten Chancen haben Sie oft früh am Morgen oder am Abend. Sonne brauchen Sie nicht unbedingt: Auch an warmen, bewölkten Tagen sind Karpfen oft oben. Sie fressen dann aber nicht immer (Korda). Im Frühjahr und Frühsommer schwimmen Karpfen auch oft weit oben im Wasser (Sportvisunie). Starker Wind macht es schwer. Sie können schlechter werfen, und in den Wellen finden Sie die Fische schlechter (Sportvisunie).

Wo? An der Oberfläche fangen Sie Karpfen in jedem Gewässer. Am besten ist aber klares, stehendes Wasser. Dort sehen Sie die Fische schneller. Karpfen in der Stadt locken Sie meist leichter nach oben als Karpfen in großen Seen oder trüben Poldergewässern. Gute Beispiele sind die Stadtgewässer von Amsterdam, Utrecht, Den Bosch, Zwolle und Arnhem (Sportvisunie).

Brotkruste. Der Klassiker ist ein Stück Brotkruste. Manche finden das altmodisch, aber es fängt immer noch gut (Korda). Brotkruste ist auch beliebt: Auf Instagram sieht man sehr viele Karpfen, die mit einer Kruste Weißbrot oder mit Hundefutter gefangen wurden (Sportvisunie). Vor allem wo Leute Vögel füttern, kennen die Karpfen Brot (Sportvisunie). Angeln Sie dort aber nicht mit schwimmender Kruste, wenn Enten in der Nähe sind. Das erlaubt der VISpas nicht (VISpas-Bedingungen). Rollen Sie ein Stück Kruste fest zusammen. Dann sitzt der Haken gut versteckt darin (Sportvisunie). Eine Kruste ist schwer genug zum Werfen, auch ohne zusätzliches Gewicht. Sie kommen damit weiter als mit den meisten anderen Ködern, vor allem nach einem kurzen Tauchbad. Aber im Wasser wird die Kruste bald weich und fällt auseinander (Korda). Machen Sie eine Kruste nass und drücken Sie sie vorsichtig aus. Dann sinkt sie langsam. Das ist gut für einen Karpfen im Mittelwasser (Sportvisunie).

Trockenfutter für Hunde und Katzen. Schwimmende Brocken fangen auch gut. Sie sind zu hart für den Haken. Darum befestigen Sie sie mit einem Baitband, einem kleinen Gummiring (Sportvisunie). Streuen Sie zuerst ein paar Brocken. Laut dem niederländischen Angelverband geben sie Öl und Salz ab. Darum kommen die Karpfen oft schnell nach oben und schauen nach (Sportvisunie). Werfen Sie die Brocken nicht direkt auf die Fische. Lassen Sie sie zu den Karpfen treiben (Korda).

Auswerfen und Anschlag. Werfen Sie nicht zu früh aus. Warten Sie, bis die Karpfen richtig von den Brocken fressen. Wählen Sie dann den Fisch, den Sie fangen möchten. Werfen Sie Ihren Köder über diesen Fisch hinaus. Holen Sie dann ganz vorsichtig etwas Schnur ein. So verscheuchen Sie ihn nicht. Die goldene Regel: Schlagen Sie nicht zu früh an. Warten Sie, bis der Karpfen sein Maul wieder schließt (Sportvisunie). Müssen Sie weiter werfen? Dann hilft ein Controller, eine beschwerte Schwimmpose. Er gibt Ihnen Wurfgewicht und zeigt, wo Ihr Köder liegt (Korda). Noch einen Schritt weiter geht das Pirschangeln: Sie schleichen sich dicht an einen Karpfen heran. Dann halten Sie den Köder direkt unter der Rutenspitze, dicht vor sein Maul (Sportvisunie).

Achten Sie auf Vögel. Nach den VISpas-Bedingungen dürfen Sie nicht so angeln, dass ein Vogel oder ein anderes Tier als ein Fisch Ihren Köder wahrscheinlich nimmt. Die Bedingungen nennen selbst ein Beispiel: eine schwimmende Brotkruste direkt neben einer Gruppe Enten. Bleiben Sie auch bei Ihrer Rute. In einem belebten Stadtgewässer dürfen Sie eine Rute mit schwimmender Kruste nicht ablegen und weggehen (VISpas-Bedingungen). An manchen Gewässern ist das Angeln mit schwimmendem Köder ganz verboten. Schauen Sie deshalb in der Gewässerliste zum VISpas nach, was an Ihrem Gewässer erlaubt ist (Gezamenlijke Lijst).

Regeln für das Karpfenangeln

Für die meisten Binnengewässer in den Niederlanden brauchen Sie einen VISpas. Zusammen mit seiner Gewässerliste ist er Ihre Angelerlaubnis. Seine Bedingungen enthalten eigene Regeln zusätzlich zum Gesetz.

Gibt es eine Schonzeit für Karpfen?

Nein. Das niederländische Gesetz kennt für Karpfen keine Schonzeit und kein Mindestmaß (Uitvoeringsregeling visserij, Artikel 5b und 5c). Sie dürfen also das ganze Jahr auf Karpfen angeln. Mitnehmen dürfen Sie mit dem VISpas aber keinen Karpfen, egal wie groß er ist (VISpas-Bedingungen).

Dürfen Sie einen Karpfen mitnehmen?

Nein. Mit dem VISpas müssen Sie jeden Karpfen sofort und unverletzt in dasselbe Gewässer zurücksetzen. Ein Foto vorher ist erlaubt. Dasselbe gilt für Graskarpfen und Aale (VISpas-Bedingungen). Für das Foto dürfen Sie einen Karpfen kurz in einem Sling (einer schwimmenden Wiegeschlinge) oder einem Karpfensack halten. Aber nicht stundenlang, etwa um auf besseres Licht zu warten. Und beides dürfen Sie nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang benutzen. Diese Regeln für Karpfensäcke und Setzkescher sind seit 2026 strenger (VISpas-Bedingungen). Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang dürfen Sie einen Karpfen also gar nicht in einem Karpfensack oder Sling aufbewahren, auch nicht kurz. Fangen Sie nachts einen Karpfen, machen Sie das Foto sofort und setzen Sie ihn direkt zurück.

Dürfen Sie nachts auf Karpfen angeln?

Nur wenn der Inhaber der Fischereirechte es erlaubt (VISpas-Bedingungen). Mit der landesweiten NachtVIStoestemming, der Erlaubnis zum Nachtangeln, dürfen Sie an Gewässern mit einem Mond-Symbol angeln. Das Symbol steht in der VISplanner-App und in der Gewässerliste. An anderen Gewässern ist Nachtangeln verboten oder nur mit einer zusätzlichen Erlaubnis des Vereins oder Verbands möglich (Sportvisunie). In Naturgebieten können andere Regeln gelten. Als Nachtangeln gilt die Zeit von zwei Stunden nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang (Sportvisunie). Sie dürfen höchstens dreimal 24 Stunden am selben Platz bleiben. Vermeiden Sie laute Geräusche und helle Lampen (VISpas-Bedingungen).

Möchten Sie in einem Bivvy oder einem anderen Unterstand angeln? An Gewässern mit dem Symbol für einen Unterstand ist das erlaubt. Fehlt das Symbol, ist es verboten oder unklar. Prüfen Sie dann die Regeln des Gewässers und der Gemeinde (Sportvisunie, VISpas-Bedingungen). Dass Sie irgendwo nachts angeln dürfen, heißt also nicht, dass dort auch ein Zelt erlaubt ist (Sportvisunie).

Mit wie vielen Ruten?

Mit dem VISpas angeln Sie mit höchstens zwei Ruten. Für eine dritte Rute brauchen Sie die Derde Hengeltoestemming. Damit dürfen Sie an Gewässern mit einer 3 in der VISplanner-App mit drei Ruten angeln. Die beiden äußeren Ruten dürfen höchstens 10 Meter auseinander stehen. Lassen Sie eine Rute nie unbeaufsichtigt: Sie müssen sie gut sehen und schnell erreichen können. Mit Freilaufrolle und Bissanzeiger können 25 Meter Abstand noch in Ordnung sein (VISpas-Bedingungen).

Was ist von Gewässer zu Gewässer verschieden?

Vieles. Ob Sie ein Futterboot benutzen dürfen, entscheidet der Inhaber der Fischereirechte. Fragen Sie also nach (Sportvisunie). Ein landesweites Verbot von Widerhaken gibt es nicht, aber manche Gewässer haben eigene Regeln (Sportvisunie). Zum VISpas gehören Verhaltensregeln für Karpfenangler. Sie verlangen immer eine Abhakmatte. An manchen Gewässern ist die Matte auch Pflicht, oder Karpfensäcke sind ganz verboten (Gezamenlijke Lijst). Schauen Sie darum immer in der VISplanner-App nach, was an Ihrem Gewässer gilt.

Karpfen abhaken und zurücksetzen

Ein großer Karpfen auf einer nassen Abhakmatte am Ufer, daneben ein Kescher und ein Eimer WasserFlach und nass: ein Karpfen auf einer nassen Abhakmatte

Jeder Karpfen geht zurück. Tun Sie das so, dass er möglichst wenig Schaden nimmt. Machen Sie die Abhakmatte zuerst nass und legen Sie den Fisch vorsichtig darauf. So schützt die Matte ihn vor dem harten Boden, und seine Schleimschicht bleibt heil (Sportvisunie). Diese Schleimschicht ist sein wichtigster Schutz vor Bakterien, Viren und Parasiten. Halten Sie den Fisch darum nass (Niederländischer Karpfenanglerverband (KSN)). Fassen Sie ihn nur mit nassen Händen an und halten Sie ihn so kurz wie möglich aus dem Wasser (Sportvisunie).

Der Haken sitzt oft vorn im Maul und lässt sich leicht lösen. Sitzt er fest, nehmen Sie eine Abhakzange (Sportvisunie). Sie möchten ein Foto? Heben Sie den Fisch nicht hoch. Halten Sie ihn tief über der Matte oder über dem Wasser (Angling Trust). Einen großen Fisch halten Sie mit zwei Händen: eine unter dem Kopf, eine unter dem Bauch (Sportvisunie).

Stützen Sie den Karpfen danach wenn nötig im Wasser, bis er aus eigener Kraft wegschwimmt (Sportvisunie). Lassen Sie ihn erst los, wenn er sich ganz erholt hat (Sportvisunie). Setzen Sie einen Karpfen immer in das Gewässer zurück, in dem Sie ihn gefangen haben. Fische können Krankheiten tragen, die man von außen nicht sieht (Sportvisunie).

Und der Karpfensack? Er ist erlaubt, aber nur kurz, für ein Foto (siehe die Regeln). Forscher haben festgestellt: Karpfen im Sack stehen unter Stress. Bleiben sie lange darin, kann ihr Gewebe Schaden nehmen. Nach dem Zurücksetzen erholten sich die Karpfen schnell, und keiner starb. Trotzdem raten die Forscher vom Karpfensack ab. Machen Sie das Foto sofort und setzen Sie den Fisch direkt zurück (Rapp u. a.). Benutzen Sie trotzdem einen Sack, dann nur für einen einzigen Karpfen. Hängen Sie ihn in sauerstoffreiches Wasser und nie zwischen Wasserpflanzen (Niederländischer Karpfenanglerverband (KSN)).

Der größte Karpfen, der je gefangen wurde

Der niederländische Karpfenrekord ist 108 Zentimeter lang. Joop Butselaar fing diesen Schuppenkarpfen im Oktober 2000 in den Nieuwkoopse Plassen. Den Weltrekord hält ein Karpfen von 34,35 Kilogramm. Leo van der Gugten fing ihn 1987 im französischen Lac de Saint-Cassien. Als Rekord auf einer Liste fanden wir keinen längeren Karpfen als den Schweizer Rekord von 2019: 119 Zentimeter.

62 cm Ein typischer Karpfen: der mittlere von über 11.000 Karpfen ab 20 cm, die bei Fischbestandsuntersuchungen gemessen wurden

103 cm Der längste von über 45.000 Karpfen, die bei Fischbestandsuntersuchungen gemessen wurden

108 cm Niederländischer Rekord (2000)

119 cm Der längste, den wir als Rekord auf einer Liste gefunden haben (Schweiz, 2019)

Maßstabsgetreu. Die gestrichelte Linie liegt bei 1 Meter. Der Weltrekord ist nicht eingezeichnet: Die IGFA nennt von diesem Fisch nur das Gewicht. Alle Rekorde stehen in der Tabelle unten.

Rekorde nach Ländern

Jedes Land führt eine eigene Liste, mit eigenen Regeln. Manche Listen zählen die Länge, andere das Gewicht. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht immer vergleichen.

Land Rekord Angler Gewässer Datum Liste
Niederlande 31,40 kg · 108 cm Joop Butselaar — 23. Okt. 2000 Sportvisunie
Dänemark 25,95 kg Allan Christiansen — 8. Mai 2025 Danske Fiskerekorder
Dänemark 100 cm Casper Michaelsen ein See auf Seeland 28. Apr. 2025 Danske Fiskerekorder
Deutschland 41,45 kg M. Winnikes Baggersee im Rheintal 24. Nov. 2012 Fisch & Fang
Finnland 101 cm — ein See 29. Mai 2025 Ennätyskalarekisteri
Irland 14,24 kg Aaron Cummins Loughgall (Armagh) 26. Okt. 2014 ISFC
Lettland 23,67 kg · 96,5 cm V. Vorobjovs Daugava 2024 LMSF
Norwegen 13,60 kg Edvard Lindheim Gisnås Ulsrudvann 10. Sept. 2014 Villmarksliv
Österreich 33,72 kg Maximilian Gann Natursee im Bezirk Braunau am Inn 2025 Rekordfische Österreich
Polen 39,60 kg Karol Chojecki — 2024 Wiadomości Wędkarskie
Polen 112 cm Tomasz Kosyl — 2026 Wiadomości Wędkarskie
Schweden 32,45 kg · 99 cm Anders Lundmark Stubbetorpssjön (Blekinge) 23. Sept. 2017 Sportfiskarna
Schweiz 35,50 kg · 119 cm Ramiz Avdija Murtensee 16. Okt. 2019 Petri-Heil
Vereinigtes Königreich 31,071 kg (68 lb 8 oz) Mike Nixon Waterside Fishery, Chesham 2026 BRFC

Ein Strich bedeutet: Die Liste nennt es nicht. Geprüft am 26. September 2026. Ein Rekord kann jederzeit gebrochen werden. Deshalb prüfen wir diese Listen mindestens einmal im Jahr.

In den Niederlanden

Ursprünglich stammt der Karpfen aus den Flüssen rund um das Schwarze und das Kaspische Meer (FishBase). Nach historischen Untersuchungen trugen Menschen Karpfen lebend mit sich und hielten sie bei Burgen und Klöstern. So hatte der Karpfen im 12. Jahrhundert das Gebiet des Rheins erreicht (Hoffmann). Die älteste Erwähnung in den Niederlanden stammt aus dem Jahr 1342. Und 1405 brachte ein Wagen mit vier Pferden rund 3000 Karpfen aus dem Land van Cuyk nach Nijmegen (Sportvisserij Nederland).

Ist der Karpfen damit ein niederländischer Fisch? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Das niederländische Artenregister nennt ihn eine gebietsfremde Art, die sich hier seit mindestens hundert Jahren selbst hält (Niederländisches Artenregister). Nach dem niederländischen Angelverband Sportvisunie kann er als heimisch gelten. Nach seiner Ansicht hat sich der Karpfen im Mittelalter wahrscheinlich aus eigener Kraft vom Rhein aus hier verbreitet (Sportvisunie).

Auf der Roten Liste der IUCN gilt der Karpfen als nicht gefährdet (Least Concern) (FishBase). Auch in den Niederlanden ist er nicht gefährdet (Niederländisches Artenregister). Für den echten Wildkarpfen gilt das nicht. Von der wilden Flussform der Donau stammen die europäischen Karpfen vermutlich ab. Diese Form ist sehr selten geworden und existiert in reiner Form wahrscheinlich nicht mehr (FishBase).

Karpfenangeln ist sehr beliebt. 2014 angelten in den Niederlanden schätzungsweise 300.000 bis 400.000 Angler auf Karpfen (Sportvisunie). Damit der Bestand erhalten bleibt, setzen die Sportvisunie und Angelvereine jedes Jahr etwa 13.000 Kilogramm Karpfen ein. Die meisten kommen in offene Gewässer wie Kanäle, große Flüsse und die Randmeren. Um das Jahr 2000 begannen in den ganzen Niederlanden Projekte mit Spiegelkarpfen. Sie haben einen Spiegelkarpfen gefangen? Machen Sie ein deutliches Foto von der Seite, notieren Sie Länge und Gewicht und schicken Sie beides an die Web-App der Matching Community. So helfen Sie zu zeigen, was der Besatz mit Spiegelkarpfen bringt (Sportvisunie).

Selbst Karpfen einsetzen dürfen Sie nicht. Für einen Fischbesatz brauchen Sie die schriftliche Erlaubnis des Inhabers der Fischereirechte (Fischereigesetz 1963, Artikel 17). Und auch dann geschieht er nach Plan. Karpfen wühlen den Boden auf. Viele Karpfen in einem flachen See können das Wasser trüb machen und die Wasserpflanzen verschwinden lassen. Werden Karpfen und Brassen abgefischt, wird so ein See oft wieder klar, und die Pflanzen kommen zurück (Sportvisserij Nederland). Wie stark diese Wirkung ist, hängt vor allem davon ab, wie viele Karpfen dort leben, und vom Gewässer selbst (Sportvisunie). In einem See in den USA wuchs der Karpfenbestand auf etwa 100 Kilogramm pro Hektar. Gleichzeitig ging der Pflanzenbewuchs um etwa die Hälfte zurück (Bajer u. a.). Deshalb berechnen Rijkswaterstaat, die Wasserverbände und die Sportvisunie seit 2016 mit einer Richtlinie, wie viel Karpfen ein Gewässer verträgt (Sportvisunie). In klaren Gewässern mit vielen Pflanzen strebt die Sportvisunie etwa 80 Kilogramm Karpfen pro Hektar an, vor allem größere Fische (Sportvisunie).

Tote Karpfen gefunden?

Manchmal sterben in einem Gewässer viele Karpfen auf einmal. Eine mögliche Ursache ist das Koi-Herpesvirus (KHV). Es macht nur Karpfen und Koi krank, oft mit vielen toten Fischen, meist bei einer Wassertemperatur zwischen 15 und 28 Grad. Für Menschen ist es nicht gefährlich (Wageningen University & Research). Fische können aber auch an Sauerstoffmangel sterben, zum Beispiel nach einer Hitzewelle oder einem Gewitter. Sehen Sie tote oder kranke Fische? Dann melden Sie das dem Gewässerverwalter und Ihrem Angelverein oder dessen Verband (Sportvisunie). Spülen Sie nasses Gerät wie Kescher und Abhakmatte zu Hause gut mit warmem Wasser aus und lassen Sie es gut trocknen. So verbreiten Sie keine Fischkrankheiten (Gezamenlijke Lijst). Was unsere Modelle in Karpfengewässern sehen, lesen Sie weiter unten.

Datenanalyse

Was unsere Modelle über Karpfen zeigen

So lesen Sie das

Unten steht, was unsere Modelle in den Daten sehen. Das sind Zusammenhänge: wo das eine vorkommt, kommt das andere öfter vor. Das ist keine Ursache. Jedes Modell beantwortet eine Frage und darf nicht mehr sagen, als es gemessen hat. Das Label an der Überschrift sagt, welche Frage — und wie sicher die Antwort ist.

Wo diese Art lebt Starkes Modell

Giebel (Carassius gibelio)Giebel (Carassius gibelio)

Karpfenwasser erkennt dieses Modell an kleinen Fischen. Der Dreistächlige Stichling steht oben, danach kommen Giebel, Marmorierte Grundel, Gründling und Ukelei. Rotauge, Brassen und Schleie wiegen ebenfalls schwer. Aber sie leben in fast jedem niederländischen Gewässer. Sie trennen Karpfenwasser also von nichts.

Am meisten fällt der Giebel auf. Er ist ein Verwandter des Karpfens mit einer seltsamen Fortpflanzung. Die Weibchen brauchen Sperma verwandter Arten, damit ihre Eier starten. Das Männchen gibt dabei keine DNA weiter. Ob dafür der Karpfen genutzt wird, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass beide im selben Wasser leben.

Auch der Nährstoffreichtum zählt in diesem Modell mit. Hier muss man bei Ursache und Wirkung vorsichtig sein. Karpfen wühlen im Boden: Sie reißen Pflanzen los und spucken Schlamm zurück ins Wasser. Sie gehören also nicht nur zu nährstoffreichem, trübem Wasser — sie machen es auch. Wohin es hier zeigt, kann dieses Modell nicht sagen.

Wo es viele gibt Gruppe, keine Reihenfolge Schwaches Modell

Blasenschnecken (Physidae)Blasenschnecken (Physidae)

Dieses Modell schaut nur auf Stellen, an denen schon Karpfen gefangen wurden. Zu vielen Karpfen gehören Blasenschnecken (Physidae) und Pflanzen aus der Rötegewächsfamilie (Rubiaceae).

Die Liste für weniger Karpfen ist länger: Schlundalgen (Cryptomonadaceae), Köcherfliegen aus der Familie Polycentropodidae, Gnitzen (Ceratopogonidae) — und chlorierte Stoffe im Wasser. Das Letzte ist weder Tier noch Pflanze. Es kommt von uns, und es ist das Einzige auf dieser Liste, das man ändern könnte.

Wo sie groß werden Starkes Modell

Schleie (Tinca tinca)Schleie (Tinca tinca)

Dieses Modell zeigt in eine Richtung. Große Karpfen gehören zu Schleie und Barsch, zu Bremsen, großen Stechfliegen (Tabanidae), zu einem Boden mit viel organischem Material und zum Aal. Weiter unten in der Liste stehen Stechmücken (Culicidae) und Büschelmücken (Chaoboridae).

Zusammen ist das das Bild von altem, ruhigem, nährstoffreichem Stillwasser mit weichem Boden. Schleie und Aal gehören dorthin, Büschelmückenlarven leben im Schlamm tieferer Seen, und Bremsen und Stechmücken an einem sumpfigen Ufer. Wo es viel zu fressen gibt, ist der Karpfen im Schnitt größer.

Eines scheint dem zu widersprechen. Organisches Material gehört zu größeren Karpfen, Schmetterlingsmücken (Psychodidae) aber zu kleineren. Das sind Larven, die in faulendem Material leben und schmutziges, sauerstoffarmes Wasser aushalten. Vielleicht ist es kein Widerspruch, sondern eine Skala: Futter am einen Ende, Verschmutzung am anderen. Gemessen haben wir das nicht.

Beste Angelplätze

Die besten Angelplätze, ausgewählt aus 795 Orten, an denen diese Art gemeldet wurde.

Saisonale Muster

Je Monat: Wie oft ist ein gemeldeter Fang diese Art, verglichen mit dem Jahresdurchschnitt der Art (die gepunktete Linie)? Wir vergleichen mit allen Fängen in diesem Monat. Ein belebter Monat zählt also nicht von selbst als bessere Saison.

Jahresdurchschnitt Schonzeit Angeln erlaubt, jeder Fisch muss zurück

Quelle: Fangmeldungen auf mijnvismaat.nl (Sportvisunie), bis 30 September 2026.

Worauf die Modelle achten

Upgrade, um die wichtigsten Prädiktoren und statistischen Einblicke für diese Art zu sehen.

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