Der Barsch ist der Raubfisch, den Sie in den Niederlanden fast überall fangen: in der Stadtgracht, im Polder, im Fluss und im großen See. Auf Barsch angeln Sie mit einem Wurm unter der Pose oder mit kleinen Kunstködern. Auf dieser Seite lesen Sie, woran Sie einen Barsch erkennen, wo er steht und wie Sie ihn fangen. Sie lesen auch, wann Sie einen Barsch mitnehmen dürfen und wie groß er werden kann.
Erkennung
Stacheln in der ersten Rückenflosse, hinten mit schwarzem FleckEinen Barsch erkennen Sie an den dunklen Streifen auf den Flanken. Es sind fünf bis acht, vom Rücken nach unten (RAVON), und oft sind sie Y-förmig (FishBase). Auf dem Rücken stehen zwei getrennte Rückenflossen. Die vordere ist die höhere (FishBase). Sie hat nur harte, spitze Stacheln, und an ihrem hinteren Ende sitzt ein schwarzer Fleck (Sportvisunie). Bauchflossen und Afterflosse sind meist schön rot, manchmal auch die Schwanzflosse (Kennisdocument baars).
Der Kiemendeckel endet hinten in einem spitzen Dorn (RAVON). Ein Barsch fühlt sich auch rau an: Er hat kleine, gezähnte Schuppen und wenig Schleim. Ältere Barsche haben oft einen deutlich hohen Rücken (Kennisdocument baars).
Wie groß wird ein Barsch?
Ein gewöhnlicher Barsch ist etwa 25 Zentimeter lang (FishBase). Die Weibchen wachsen meist schneller und werden größer als die Männchen (Kennisdocument baars). Ein Barsch ab 40 Zentimetern ist schon ein großer Fisch (Sportvisunie). Bei Fischbestandsuntersuchungen in den Niederlanden wurden über 23.000 Barsche ab 22 Zentimetern gemessen. Davon maß nur etwa einer von 40 mindestens 40 Zentimeter, und nur 5 erreichten 50 Zentimeter. Wie groß die größten Barsche je waren, lesen Sie unter Rekorde.
Wolfsbarsch, Rotbarsch, Nilbarsch: Sind das auch Barsche?
Nein. Sie tragen „Barsch“ im Namen, sind aber ganz andere Fische. Der Wolfsbarsch ist ein Meeresfisch aus einer anderen Familie (Wikipedia). Der Rotbarsch gehört zu den Skorpionfischen und lebt 100 bis 1000 Meter tief im Meer (Wikipedia); Sie kaufen ihn beim Fischhändler (VISwijzer). Der Nilbarsch ist ein Süßwasserfisch aus Afrika (Wikipedia). Und Sonnenbarsch und Forellenbarsch stammen aus Nordamerika und gehören zu den Sonnenbarschen (RAVON, Wikipedia). Echte Verwandte des Barsches sind der Zander und der Kaulbarsch: Alle drei gehören zu den Echten Barschen, den Percidae (RAVON).
Barsch, Kaulbarsch oder Zander?
Ein Kaulbarsch: keine Streifen, sondern dunkle PunkteEin kleiner Barsch sieht manchmal aus wie ein Kaulbarsch. Die beiden sind verwandt, aber den Unterschied sehen Sie schnell. Der Kaulbarsch hat keine Streifen, sondern ein unregelmäßiges Muster aus dunklen Punkten (RAVON), auch auf Rückenflosse und Schwanz (Sportvisunie). Seine Rückenflossen sind zusammengewachsen; beim Barsch stehen sie getrennt. Und ein Kaulbarsch wird nur etwa 20 Zentimeter lang (RAVON).
Auch einen jungen Zander kann man für einen Barsch halten. In diesem Alter sind beide noch schlank und blass (Wikipedia). Achten Sie auf die erste Rückenflosse. Beim Barsch sitzt dort hinten ein schwarzer Fleck. Der Zander hat diesen Fleck nicht (RAVON), dafür viele kleine dunkle Punkte auf der ganzen Flosse (Kennisdocument snoekbaars). Dem Zander fehlt außerdem das Rot in den Flossen, und sein Körper ist viel schlanker (Kennisdocument baars). Mehr dazu lesen Sie unter Zander, Hecht oder Barsch.
Der Sonnenbarsch gehört nicht zu den Echten Barschen. Er ist hochrückig und flach, mit orangen, roten und blauen Flecken, und auf dem Kiemendeckel sitzt meist ein schwarzer Fleck (RAVON). Seine Rückenflosse ist ein einziges Stück (Sportvisunie).
Es sind übrigens auch Kreuzungen bekannt: zwischen Barsch und Kaulbarsch und zwischen Barsch und Zander (Kennisdocument baars).
Lebensweise und Laichzeit
Ein Laichband des Barsches: Es kann über 2 Meter lang seinDer Barsch jagt tagsüber, mit den Augen, und mag klares Wasser (RAVON). Vor allem bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geht er auf Jagd (FishBase). In trübem Wasser fängt er weniger Beute und bleibt dort kleiner (RAVON).
Junge Barsche leben oft in großen Schwärmen, meist mit Fischen von gleichem Alter und gleicher Größe (Kennisdocument baars). Ältere Barsche suchen tieferes Wasser auf und leben in kleineren Gruppen oder allein (RAVON). Im Sommer steht der Barsch im flacheren Wasser, im Winter zieht er in tieferes Wasser (Kennisdocument baars).
Ein junger Barsch frisst zuerst Plankton, also winzige Tiere im freien Wasser. Danach wechselt er zu größeren Wassertieren wie Insektenlarven. Ab etwa 10 Zentimetern frisst er auch kleine Fische (RAVON), ab 15 Zentimetern vor allem Fisch (Sportvisunie). Am liebsten frisst er Stinte und kleinere Barsche (Soortprofiel baars). Ja, Barsche fressen auch Barsche, vor allem wenn es viele Barsche und wenig andere Beute gibt (Kennisdocument baars).
Warum bleiben Barsche in manchen Gewässern klein?
Oft bleiben Barsche klein: nicht länger als etwa 13 bis 15 Zentimeter. In den Niederlanden heißen diese kleinen, oft dunklen Barsche auch „zwarte baars“, schwarzer Barsch. Das Fachdokument des niederländischen Anglerverbands nennt eine Erklärung. Ab einer bestimmten Größe muss ein Barsch auf Fisch als Nahrung umsteigen. Gibt es zu wenig Fisch, und frisst er weiter kleine Wassertiere, kann sein Wachstum zurückbleiben. Das kann auch in Gewässern mit vielen Pflanzen passieren: Dort gibt es zwar kleine Fische, aber der Barsch kann sie zwischen den Pflanzen schlecht fangen. Eine ältere Quelle im selben Dokument rät dann zu mehr Raubfischen wie Hecht oder Zander. Am besten wachsen Barsche in großen, nicht zu tiefen Gewässern mit wenigen Pflanzen und genug Beutefischen wie Stint, Rotauge und jungen Barschen (Kennisdocument baars).
Dazu passt eine Studie in vier Seen. In zwei Seen lebten nur Barsche, in den beiden anderen auch Hechte. In den Seen mit Hecht gab es weniger Barsche, aber sie wuchsen schneller. Die Forscher sahen darin ein Zeichen, dass die Barsche dort weniger miteinander um Nahrung konkurrierten (Persson u. a.).
Der Barsch laicht im Frühjahr, in den Niederlanden zwischen März und Juni (RAVON), meist im April bei 8 bis 12 Grad Wassertemperatur (Kennisdocument baars). Das Weibchen legt seine Eier in einem langen, durchscheinenden Band ab, das wie eine Ziehharmonika gefaltet ist. So ein Laichband kann über 2 Meter lang und 5 bis 10 Zentimeter breit sein (Kennisdocument baars). Es hängt an Wasserpflanzen, Baumwurzeln, Ästen oder Steinen (RAVON) oder liegt am Grund (Kennisdocument baars). Die Eltern bewachen die Eier kaum oder gar nicht. Nach 1 bis 4 Wochen schlüpfen die Larven, je nach Temperatur (Kennisdocument baars).
In dieser Zeit hat der Barsch Schonzeit. Was Sie dann dürfen und was nicht, steht unter Schonzeit und Regeln.
Wo steht der Barsch?
In den kalten Monaten zieht der Barsch in die Häfen, wo sich die Weißfische sammelnBarsche fangen Sie fast überall (Sportvisunie): in Stadtgrachten und Teichen, in Poldergräben und Kanälen, in den Flüssen und in den großen Seen. Meist leben sie in Wasser, das nicht zu trüb ist (Sportvisunie).
Suchen Sie Stellen, an denen etwas im Wasser steht: Brücken und Durchlässe, die Kreuzung zweier Gräben und Äste über dem Wasser (Sportvisunie). Im Hafen sind Stege, Boote, ruhige Ecken und tiefere Stellen gute Plätze. Überall mit Deckung, Wärme und Beutefischen kann ein Barsch stehen (Sportvisunie).
Wo kleine Fische sind, ist der Barsch meist nicht weit. In den kalten Monaten ziehen viele Weißfische in die Häfen, vor allem Rotaugen. Das Wasser ist dort tief und ruhig, und es gibt viel Deckung. Der Barsch folgt den Weißfischen und steht oft am Rand eines Schwarms. Die Schwärme ziehen aber umher. Wo Sie in einer Woche gut fangen, fangen Sie in der nächsten vielleicht nichts. Suchen Sie also weiter, und bleiben Sie nicht zu lange an einer Stelle ohne Biss (Sportvisunie).
Am Fluss suchen Sie die Strömungskante. Dort trifft fließendes Wasser auf ruhiges Wasser, und Raubfische warten auf Beute aus der Strömung. Solche Kanten finden Sie hinter dem Kopf einer Buhne, an Brückenpfeilern und an der Einfahrt eines Hafens (Sportvisunie).
Im IJsselmeer suchen Barsch und Zander sandige Stellen. Die natürlichen Unterwasserhänge ziehen sie an (Sportvisunie). Mehr dazu lesen Sie auf der Seite zum IJsselmeer. Dort gelten im Frühjahr strengere Regeln; siehe Schonzeit.
Barschangeln im Jahreslauf
Weiter unten auf dieser Seite steht die Grafik Saisonale Muster. Sie zeigt für jeden Monat, wie oft ein auf mijnvismaat.nl gemeldeter Fang ein Barsch ist, verglichen mit dem Jahresdurchschnitt. Erfahrene Angler sagen: Der Herbst ist die Zeit für große Barsche (Sportvisunie).
Winter. Suchen Sie den Barsch in den Häfen, wo sich die Weißfische sammeln (siehe Wo steht der Barsch?). Angeln Sie langsam und dicht am Grund: Dort stehen die meisten Raubfische (Sportvisunie). Bei Frost setzen Sie einen Barsch besonders schnell zurück; siehe Zurücksetzen.
März. Laut Gesetz dürfen Sie im März noch mit Kunstködern auf Barsch angeln. Einen Barsch mit Mindestmaß dürfen Sie behalten, wenn Ihre Erlaubnis das zulässt (Sportvisunie). Einen Hecht setzen Sie zurück: Für den Hecht hat die Schonzeit schon begonnen. Schauen Sie aber in den VISplanner: Für manche Gewässer gilt eine längere Schonzeit (Gezamenlijke Lijst). Im IJsselmeer, im Markermeer und im IJmeer sind Kunstköder mit dem VISpas ab dem 16. März verboten.
April und Mai. Jetzt laicht der Barsch, und es ist Schonzeit. In den meisten Gewässern sind Kunstköder und tote Köderfische verboten, und jeder Barsch kommt sofort zurück ins Wasser. Was noch erlaubt ist, steht unter Schonzeit.
Ab Ende Mai. Ab dem letzten Samstag im Mai dürfen Sie laut Gesetz wieder mit Kunstködern auf Barsch angeln. In manchen Gewässern dauert es länger, etwa im IJsselmeer, im Markermeer und im IJmeer: Dort sind Kunstköder und tote Köderfische mit dem VISpas bis einschließlich 30. Juni verboten.
Sommer. Jetzt fangen Oberflächenköder; siehe Angeltechniken. An warmen Tagen lohnen sich auch kleine Insektenimitate (Sportvisunie).
Herbst. Große Barsche bilden jetzt Schwärme. Sie ziehen an die Plätze, an denen sie überwintern, und fressen sich dort satt. Finden Sie so einen Platz, kann er eine wahre Goldgrube sein (Sportvisunie). Haben Sie einen gefangen, angeln Sie dort ruhig weiter: Oft stehen mehrere zusammen (Sportvisunie).
Angeltechniken und Gerät
Kleine Köder für Barsch: Gummifische am leichten Jigkopf, ein Spinner, Wobbler und ein PopperFür Barsch reicht leichtes Gerät. Eine weiche Spinnrute von 2,30 oder 2,40 Metern mit 3 bis 15 Gramm Wurfgewicht genügt, dazu eine kleine Rolle und dünne geflochtene Schnur (Sportvisunie). Die Köder sind klein, zum Beispiel ein kleiner Gummifisch an einem Jigkopf von 3 oder 5 Gramm (Sportvisunie). Auch Spinner fangen, in kleinen und nicht zu tiefen Gewässern, und Wobbler bis 12 Zentimeter (Sportvisunie).
So fischen Sie einen Gummifisch: Lassen Sie ihn bis zum Grund sinken und halten Sie die Schnur straff. Heben Sie ihn dann immer wieder 25 bis 50 Zentimeter an und lassen Sie ihn wieder sinken. Der Biss kommt oft genau dann, wenn der Köder kurz stillsteht (Sportvisunie). Beim Drop-Shot sitzt das Blei am Ende der Schnur und der Haken ein Stück darüber. So schwebt der Köder fast still über dem Grund.
Sie können auch ganz klassisch mit Würmern auf Barsch angeln. Besonders Dendrobenas und Tauwürmer sind laut Sportvisunie echte Spitzenköder. Fischen Sie sie unter einer langen, schlanken Pose und probieren Sie verschiedene Tiefen. Setzen Sie die Bleischrote etwa 50 Zentimeter über den Haken, dann kann sich der Wurm frei bewegen. Ziehen Sie die Pose ab und zu ein Stück heran: Das kann den Biss auslösen (Sportvisunie). Ein Wurm am Drop-Shot oder an einem kleinen Jigkopf fängt auch Barsch. Mit dem VISpas ist das aber vom 1. April bis zum letzten Samstag im Mai verboten; siehe Regeln. Gefärbte Maden oder Würmer dürfen Sie mit dem VISpas nicht einmal dabeihaben (VISpas-Bedingungen).
Im Sommer können Sie Barsche an der Oberfläche fangen, mit Ködern, die über das Wasser plätschern, ploppen oder im Zickzack laufen, zum Beispiel einem Popper. Für Barsch sind sie meist nicht länger als 10 Zentimeter. Machen Sie ab und zu eine kurze Pause. Gerade wenn der Köder danach wieder losläuft, schlägt ein Raubfisch oft zu (Sportvisunie).
In vielen Gewässern lebt auch der Hecht, und er nimmt einen Barschköder genauso gern. Wie Sie Ihre Schnur vor Hechtzähnen schützen, lesen Sie beim Hecht.
Schonzeit und Regeln für den Barsch
Jedes Frühjahr hat der Barsch Schonzeit, denn dann laicht er. Sie dürfen in dieser Zeit angeln, aber jeder Barsch kommt sofort zurück ins Wasser. Kunstköder, tote Köderfische, Fischstücke und Schlachtabfälle sind dann in den meisten Binnengewässern verboten. In der Tabelle unten steht, bis wann das in diesem Jahr gilt.
- 1. April – 29. Mai Schonzeit: fangen und sofort zurücksetzen Sie dürfen angeln, aber in den meisten Binnengewässern nicht mit Kunstködern, einem toten Köderfisch, Fischstücken oder Schlachtabfällen. Kunstfliegen bis 2,5 cm sind erlaubt, ebenso anderer Köder wie Würmer oder Maden. Fangen Sie einen Fisch dieser Art, setzen Sie ihn sofort zurück.
- 30. Mai – 31. März jetzt Offene Zeit Es gelten die normalen Regeln. Sie dürfen einen Fisch mitnehmen, wenn er lang genug ist.
Die Schonzeit dauert bis zum letzten Samstag im Mai. An diesem Samstag dürfen Sie wieder angeln. Dieses Datum verschiebt sich also jedes Jahr: 30. Mai 2026 · 29. Mai 2027 · 27. Mai 2028. Das gesetzliche Mindestmaß beträgt 22 cm (Uitvoeringsregeling visserij, Art. 5b).
In Deutschland legt jedes Bundesland eigene Schonzeiten fest. In den Niederlanden gilt eine Regel für das ganze Land, mit Ausnahmen an einzelnen Gewässern. Für die meisten Binnengewässer in den Niederlanden brauchen Sie den VISpas, die niederländische Angelerlaubnis. Seine Bedingungen fügen dem Gesetz eigene Regeln hinzu.
Dürfen Sie im April und Mai auf Barsch angeln?
Nicht mit Kunstködern oder toten Köderfischen. Das ist bis zum letzten Samstag im Mai in den meisten Binnengewässern verboten, egal auf welchen Fisch Sie angeln. Das Verbot gilt nicht auf Walcheren, Schouwen-Duiveland, Tholen und Noord-Beveland, im Kanal durch Zuid-Beveland, im Hafen von Goes, im Veerse Meer und im Grevelingenmeer. In der Geul und ihren Zuflüssen gilt es nicht für Kunstköder (Reglement voor de binnenvisserij, Artikel 6).
Mit dem VISpas dürfen Sie in dieser Zeit außerdem nicht so angeln, dass ein Zanderfang wahrscheinlich ist. Als Beispiel nennen die Bedingungen das aktive Angeln mit Drop-Shot oder mit einem Jigkopf mit Würmern (VISpas-Bedingungen). Im Rest des Jahres sind das gute Methoden für Barsch. Die Erläuterung sagt, warum es das Verbot für Kunstköder gibt: Es schützt den Zander und andere Raubfische, „darunter Barsch und Hecht“. Diese Fische sollen in dieser Zeit ausdrücklich gar nicht gefangen werden. Erlaubt bleibt das Friedfischangeln mit einem Wurm, der still am Grund liegt oder unter einer Pose hängt (VISpas-Bedingungen). Beißt dabei ein Barsch, setzen Sie ihn sofort zurück. Unser Rat: Angeln Sie in dieser Zeit nicht gezielt auf Barsch, auch nicht mit einem Wurm unter der Pose. Manche Vereine sind strenger. Schauen Sie deshalb immer in den VISplanner.
Wie viele Barsche dürfen Sie behalten?
Laut Gesetz muss ein Barsch mindestens 22 Zentimeter lang sein (Uitvoeringsregeling visserij, Artikel 5b). Gemessen wird von der Schnauzenspitze bis zum Ende der Schwanzflosse (Reglement minimummaten en gesloten tijden, Artikel 1). Mit dem VISpas dürfen Sie höchstens drei behalten, und nur Fische zwischen 22 und 45 Zentimetern. Ein größerer Barsch kommt immer zurück. Außerdem dürfen Sie mit dem VISpas insgesamt höchstens 15 Fische dabeihaben, davon höchstens 5 über 25 Zentimeter. Mehr Fische dürfen Sie nur vorübergehend lebend halten, nach den Regeln für den Setzkescher. Und verkaufen dürfen Sie Fisch nie (VISpas-Bedingungen).
Die Obergrenze von 45 Zentimetern steht in den neuen Bedingungen für 2026 bis 2028. Sie soll die großen Fische schützen. Nach den alten Bedingungen hätten Sie zum Beispiel zehn Barsche von 45 bis 50 Zentimetern behalten dürfen. „Das finden wir nicht wünschenswert“, heißt es in der Erläuterung (VISpas-Bedingungen). Wie selten solche Barsche sind, lesen Sie unter Erkennung.
Dürfen Sie einen kleinen Barsch im Eimer halten oder als Köderfisch nehmen?
Ja, außer im IJsselmeer. Laut Gesetz dürfen Sie einen Barsch unter 22 Zentimetern lebend im Setzkescher oder im Eimer halten. Danach muss er lebend in dasselbe Gewässer zurück. Und Sie dürfen bis zu 20 tote Barsche unter 22 Zentimetern als Köderfische dabeihaben (Reglement minimummaten en gesloten tijden, Artikel 7). Mit dem VISpas dürfen Sie insgesamt höchstens 15 Fische dabeihaben, tote Köderfische mitgezählt (VISpas-Bedingungen). Mit dem VISpas dürfen Sie Fische nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang im Setzkescher oder einem anderen Behälter halten (VISpas-Bedingungen).
Einen Köderfisch dürfen Sie lebend halten, wenn er genug Sauerstoff und Platz hat. Bevor Sie mit ihm angeln, töten Sie ihn mit einem kräftigen Schlag auf den Kopf. Übrige lebende Köderfische setzen Sie in das Gewässer zurück, aus dem sie stammen (VISpas-Bedingungen). Das Angeln mit einem lebenden Köderfisch ist verboten (Gezamenlijke Lijst). Und vom 1. April bis zum letzten Samstag im Mai ist in den meisten Binnengewässern auch ein toter Köderfisch verboten.
Was gilt im IJsselmeer?
Dort sind die Regeln strenger. Im IJsselmeer dauert die Schonzeit für den Barsch bis einschließlich 31. Mai (Uitvoeringsregeling visserij, Artikel 61). Für diese Regel gehören Markermeer, IJmeer und die offenen Häfen zum IJsselmeer (Reglement voor de binnenvisserij, Artikel 1). Außerdem gilt mit dem VISpas eine zusätzliche Regel im IJsselmeer, im Markermeer, im IJmeer und in den Oostvaardersdiepen bei Almere und Lelystad. Dort sind vom 16. März bis einschließlich 30. Juni Kunstköder und tote Köderfische verboten (Gezamenlijke Lijst).
Barsch abhaken und zurücksetzen
Einen kleinen Barsch fassen Sie an der Unterlippe. Einen großen Barsch stützen Sie immer unter dem Bauch. Angeln Sie von einer hohen Kaimauer, nehmen Sie einen Kescher. Lassen Sie einen Barsch nie am Maul hängen, das kann ihn verletzen. Haken Sie ihn möglichst im Wasser ab und setzen Sie ihn schnell zurück (Sportvisunie). Vorsicht vor den harten Stacheln der ersten Rückenflosse und vor dem spitzen Dorn am Kiemendeckel (RAVON).
Bei Frost ist ein Fisch außerhalb des Wassers besonders empfindlich: Seine Schleimhaut kann gefrieren, und seine Augen können Schaden nehmen. Halten Sie ihn dann so kurz wie möglich aus dem Wasser. Legen Sie ihn nur auf eine Abhakmatte, die Sie gerade nass gemacht haben (Sportvisunie).
Achten Sie auch auf die Tiefe. Holen Sie einen Fisch schnell aus tiefem Wasser hoch, dehnt sich das Gas in seiner Schwimmblase aus. Das kann ihn innerlich verletzen. Für unseren Barsch fanden wir dazu keine Studie. Wohl aber für den Gelbbarsch. Er lebt in Nordamerika und ist eng mit unserem Barsch verwandt (Wikipedia). Er passt sich nur langsam an: Er braucht sieben Stunden, um sich an 40 Prozent weniger Druck zu gewöhnen (Kennisdocument baars). Und werden Gelbbarsche und einige andere amerikanische Fische tiefer als etwa 10 Meter gefangen, sterben in den meisten Studien nach dem Zurücksetzen viel mehr Fische (North Dakota Game and Fish). Unser Rat: Wollen Sie Barsche zurücksetzen, angeln Sie besser nicht tiefer als etwa 10 Meter.
Der größte Barsch, der je gefangen wurde
Der niederländische Barschrekord ist 56 Zentimeter lang. Thomas Gronenwald fing ihn im Dezember 2019. Den Weltrekord hält ein Barsch von 2,9 Kilogramm. Kalle Vaaranen fing ihn 2010 vor Kökar, auf den finnischen Ålandinseln. Wir haben viele Landeslisten geprüft. Der längste Rekordbarsch darauf misst 59 Zentimeter: der österreichische Rekord von 2000.
22 cm Mindestmaß in den Niederlanden: Kleinere Barsche dürfen Sie nicht mitnehmen
25 cm Ein typischer Barsch: der mittlere von über 23.000 Barschen ab 22 cm (dem Mindestmaß), die bei Fischbestandsuntersuchungen gemessen wurden
52 cm Der längste von über 500.000 Barschen, die bei Fischbestandsuntersuchungen gemessen wurden
56 cm Niederländischer Rekord (2019)
59 cm Der längste, den wir als Rekord auf einer Landesliste gefunden haben (Österreich, 2000)
Niederländischer Rekord
56 cm
Thomas Gronenwald fing diesen Barsch am 15. Dezember 2019 (niederländische Rekordliste). Er angelte von seinem Bellyboot aus, einem aufblasbaren Schwimmring, in dem man auf dem Wasser sitzt (Sportvisserij Nederland). Beim Messen kam er auf 56,5 Zentimeter (Roofmeister). Die niederländische Rekordliste wertet nur die Länge und rundet auf ganze Zentimeter ab (Sportvisunie). Dort steht er mit 56 cm, das Gewicht daneben: 3,05 Kilogramm. Das Gewässer nennt keiner der Berichte. Gronenwald sagte aber, dass er meist an der Maas und an den Seen angelt, die mit ihr verbunden sind. Er sagte auch, dass er diesen Barsch an genau derselben Stelle fing wie einen Barsch von 54 Zentimetern im Winter davor (Totalfishing).
Auch der frühere niederländische Rekord war ein Barsch von 54 Zentimetern. Pieter-Bas Broeckx fing ihn Ende 2016 (Sportvisserij Nederland).
Weltrekord
2,90 kg
Die IGFA, der internationale Verband für Angelrekorde, führt den Weltrekord. Kalle Vaaranen fing den Barsch von 2,9 Kilogramm am 4. September 2010 vor Kökar, auf den Ålandinseln in Finnland. Die IGFA nennt nur das Gewicht.
Auf Landeslisten stehen schwerere Barsche als der Weltrekord, etwa in Deutschland (3,375 Kilogramm), Norwegen (3,17) und Schweden (3,15). Auch der niederländische Rekordbarsch wog mehr: 3,05 Kilogramm. Bei der IGFA stehen diese Fische nicht. Ein Fisch kommt nur auf ihre Liste, wenn er dort gemeldet und anerkannt wurde.
Für die Länge führt die IGFA einen eigenen Weltrekord, und der stammt aus den Niederlanden: 49 cm. Jay Siemens fing diesen Barsch am 24. Februar 2026 im Haringvliet bei Oude-Tonge. Die IGFA misst die Länge bis zur Einbuchtung in der Mitte der Schwanzflosse, nicht bis zur Spitze (IGFA-Regeln). Mit der ganzen Schwanzflosse ist so ein Barsch ein paar Zentimeter länger (FishBase), aber immer noch kürzer als der niederländische Rekord. Auch der Längenrekord mit der Fliegenrute stammt aus den Niederlanden: 47 cm, 2016 in der Lek gefangen von Richard Hart.
Längster auf einer Landesliste
59 cm
Den längsten Rekordbarsch auf einer Landesliste fanden wir auf der österreichischen Rekordliste: 59 cm und 2,98 Kilogramm. Erich Schwarz fing ihn 2000 im Millstätter See in Kärnten. Die Liste merkt selbst an, dass das Foto zum Rekord „eventuell“ einen anderen Barsch von 2,68 Kilogramm aus demselben Jahr zeigt. Auch die Nummer zwei der Liste misst 59 cm: ein Barsch von 2,86 Kilogramm, 1987 gefangen von Erich Heiß. Wie die Liste die Länge misst, steht dort nicht. Sie wird nicht von einem Verband geführt, sondern von zwei Sammlern, Heinz Machacek und Christoph Wimmer (Rekordfische.at).
Den schwersten Barsch auf einer Landesliste fanden wir auf der deutschen Rekordliste: 3,375 Kilogramm, 1962 im Edersee gefangen (Fisch & Fang). Machacek führt auch eine eigene Liste mit Weltrekorden, und darauf stehen schwerere und längere Barsche (fishing-worldrecords.com). Als schwerste mit der Angel nennt er zwei Barsche von 4 Kilogramm, aus dem Laacher See und aus dem Fluss Olt in Rumänien. Als längsten nennt er 67 Zentimeter. Bei keinem dieser Fische steht der Name eines Anglers. Eine deutsche Angelseite nennt einen Barsch von 67 Zentimetern und 5,91 Kilogramm aus dem Chiddingstone Castle Lake in England (Barsch-Alarm). Auf den Landeslisten, die wir geprüft haben, und bei der IGFA stehen diese Fische nicht. Einen Barsch von 7 Kilogramm aus dem Edersee, aus den 1940er-Jahren, führt Machacek unter den Fischen, die nicht mit der Angel gefangen wurden (fishing-worldrecords.com). Laut Barsch-Alarm war er 68 Zentimeter lang.
Machacek nennt auch den größten Barsch, von dem ein Foto erschienen ist: 3,75 Kilogramm und 58 Zentimeter, 2010 in der Maas gefangen von Stephan Gockel (fishing-worldrecords.com). Laut der Fisch-Hitparade fing er ihn im Januar 2010. Auf der niederländischen Rekordliste stand dieser Fisch nie. Der Rekord lag damals bei 53,5 Zentimetern (Beet, Archiv).
Oben auf dieser Seite stehen 60 cm und 4,8 Kilogramm als größte Länge und größtes Gewicht. Diese Zahlen stammen von FishBase, einer großen Datenbank über Fische. Die 60 cm sind ohne die Schwanzflosse gemessen: Mit Schwanzflosse ist so ein Fisch ein gutes Stück länger. Die 4,8 Kilogramm stammen aus einem alten Handbuch über die Fische der Sowjetunion (FishBase). So schwer ist kein Barsch auf den Landeslisten, die wir geprüft haben, und auch keiner bei der IGFA. Die deutsche Wikipedia schreibt, Exemplare von über 60 cm seien „verlässlich dokumentiert“. Eine Quelle steht dort nicht.
Rekorde nach Ländern
Jedes Land führt eine eigene Liste, mit eigenen Regeln. Manche Listen zählen die Länge, andere das Gewicht. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht immer vergleichen.
| Land | Rekord | Angler | Gewässer | Datum | Liste |
|---|---|---|---|---|---|
| Niederlande | 3,05 kg · 56 cm | Thomas Gronenwald | — | 15. Dez. 2019 | Sportvisunie |
| Dänemark | 2,785 kg | Mark Andersen | ein Moorweiher in Ballerup | 23. Apr. 1997 | Danske Fiskerekorder |
| Dänemark | 52,4 cm | Elias Zachariassen | Ishøj | 9. Okt. 2025 | Danske Fiskerekorder |
| Deutschland | 3,375 kg | H. Kabisch | Edersee | 1962 | Fisch & Fang |
| Irland | 2,49 kg (5 lb 8 oz) | S. Drum | Lough Erne | 1946 | ISFC |
| Lettland | 2,15 kg | K. Cekuls | Cepša-See | 2003 | LMSF |
| Norwegen | 3,17 kg | Knut Erik Berg | Mjøsa | 28. Mai 1965 | Villmarksliv |
| Österreich | 2,98 kg · 59 cm | Erich Schwarz | Millstätter See (Kärnten) | 2000 | Rekordfische Österreich |
| Polen | 2,76 kg · 52 cm | Zbigniew Czarny | — | 2025 | Wiadomości Wędkarskie |
| Schweden | 3,15 kg · 51 cm | Gary Wickins | Hällers myr (Västra Götaland) | 9. März 1985 | Sportfiskarna |
| Schweiz | 2,95 kg · 56 cm | Rochus Brotzer | Zürich-Obersee | 3. Jan. 2005 | Petri-Heil |
| Ungarn | 1,90 kg | Káldi Ádám | Győrfi-Kanal (Szigetköz) | 25. Jan. 2018 | MOHOSZ |
| Vereinigtes Königreich | 2,806 kg (6 lb 3 oz) | Neil Stephen | Stream Valley Lakes, Crowborough | 2011 | BRFC |
| Vereinigtes Königreich | 2,806 kg (6 lb 3 oz) | Ken Brown | Willstone Fishery, Tring | 2011 | BRFC |
Ein Strich bedeutet: Die Liste nennt es nicht. Geprüft am 16. Oktober 2026. Ein Rekord kann jederzeit gebrochen werden. Deshalb prüfen wir diese Listen mindestens einmal im Jahr.
In den Niederlanden
Der Barsch ist in den Niederlanden heimisch (Kennisdocument baars). Von Natur aus lebt er in fast ganz Europa. In den Niederlanden kommt er in fast jedem Gewässertyp vor und gehört zu den am weitesten verbreiteten Fischen des Landes (RAVON). Auf der Roten Liste der IUCN gilt er als nicht gefährdet (Least Concern) (FishBase). Er verträgt etwas Salz und lebt auch im Brackwasser der Ostsee (Wikipedia). Auf den Inseln der Provinz Zeeland ist er allerdings seltener: Dort ist das Wasser an vielen Stellen wohl zu salzig, um gut zu laichen (RAVON).
Das Haringvliet und das Hollandsch Diep liegen im Mündungsgebiet von Rhein und Maas. Große Barsche aus diesem Gebiet sind seit Jahren bei Raubfischanglern aus dem In- und Ausland beliebt, auch bei Anglern aus Deutschland (Sportvisunie). Auch der Längenrekord der IGFA, des internationalen Verbands für Angelrekorde, stammt aus dem Haringvliet; siehe Rekorde. Trotzdem weiß man noch wenig darüber, wie diese großen Barsche leben: wo sie schwimmen, laichen und sich aufhalten. Deshalb läuft seit März 2025 die Studie PERCHTRACK, von niederländischen und deutschen Forschern und dem niederländischen Anglerverband. Sie verfolgen 72 Barsche über 40 Zentimeter mit einem Sender im Bauch, mit 80 Empfängern im Haringvliet und im Hollandsch Diep. Die Studie dauert etwa zwei Jahre (Sportvisunie).
Fangen Sie dort einen Barsch mit einer Marke an der Rückenflosse? Notieren Sie den Code, die Länge und den Fangort, und melden Sie den Fang auf sharkray.eu. Setzen Sie den Barsch möglichst lebend zurück (Sportvisunie).
Was unsere Modelle über Flussbarsch zeigen
Unten steht, was unsere Modelle in den Daten sehen. Das sind Zusammenhänge: wo das eine vorkommt, kommt das andere öfter vor. Das ist keine Ursache. Jedes Modell beantwortet eine Frage und darf nicht mehr sagen, als es gemessen hat. Das Label an der Überschrift sagt, welche Frage — und wie sicher die Antwort ist.
Wo es viele gibt Gruppe, keine Reihenfolge Schwaches Modell
Rückenschwimmer (Notonectidae)Zu vielen Barschen gehören Rückenschwimmer (Notonectidae) und die Uferpflanze Kalmus (Acoraceae): stilles, flaches Wasser mit Pflanzen am Rand. Weniger Barsche zählen wir dort, wo wir Nordseegarnelen (Crangonidae) und Taschenkrebse (Cancridae) finden. Auch dort, wo Köcherfliegen (Hydropsychidae), Eintagsfliegen (Baetidae) und Tellerschnecken (Planorbidae) das Bild bestimmen.
Garnele und Krebs sind Meerestiere. Sie markieren das salzige Ende des Barsch-Bereichs. Eine Mauer ist das nicht: Der Barsch lebt auch im brackigen Wasser der Ostsee. Aber wo diese beiden den Ton angeben, ist das Wasser salziger als dort, wo wir die meisten Barsche zählen.
Eines passt nicht dazu. Ein drittes Meerestier steht in der Liste — die Wurzelmundqualle (Rhizostomatidae) — und die gehört zu MEHR Barschen, nicht zu weniger. Zwei Meerestiere zeigen in die eine Richtung, eines in die andere. Wir haben dafür keine Erklärung gefunden.
Wo sie groß werden Gruppe, keine Reihenfolge Schwaches Modell
Torfmoos (Sphagnaceae)Der Barsch lebt in fast jeder Art von Wasser: von Küstenlagunen über Seen aller Art bis zu mittelgroßen Bächen. Die Frage ist also nicht, wo er ist, sondern in welchem Wasser er groß wird.
Torfmoos (Sphagnaceae) gehört zu Wasser, in dem der Barsch klein bleibt. Das gilt auch für eine Kieselalge aus der Familie Rhizosoleniaceae — in unseren Daten Urosolenia — und für Kieselalgen aus der Familie Gomphonemataceae. Auf der anderen Seite stehen Pflanzen des Wasserrands und des Ufers darüber: Sumpf-Vergissmeinnicht und Beinwell (Boraginaceae), Berle (Apiaceae), Drüsiges Springkraut (Balsaminaceae) und die Esche (Oleaceae) — dazu Schwebgarnelen (Mysidae).
Torfmoos gehört zu saurem, nährstoffarmem Wasser. FishBase gibt dem Barsch einen pH-Bereich von 7,0 bis 7,5, und ein Moorgewässer liegt deutlich darunter. Die Pflanzen auf der anderen Seite gehören zu reichen, zugewachsenen Ufern. Ob es der pH-Wert ist, das Futter oder die Dichte: gemessen haben wir das nicht.
Noch etwas zu dieser Kieselalge. Der Familienname Rhizosoleniaceae klingt nach Meer, und Rhizosolenia ist auch eine Meeresgattung. In unseren Daten geht es aber um Urosolenia, und die lebt im Binnenwasser. Wäre ich dem Familiennamen gefolgt, wäre daraus eine Meeresgeschichte geworden, die es nicht gibt.
Der Zander ist der seltsamste Name in diesem Modell, denn er steht bei größeren Barschen. Zander fressen Barsche, man würde also das Gegenteil erwarten. Vielleicht verschwinden gerade die kleinen Barsche, vielleicht sind es einfach große, reiche Gewässer, die beiden passen. Wir wissen es nicht.