Der Zander ist der Raubfisch des großen, trüben Wassers in den Niederlanden: Flüsse, Kanäle, Häfen und große Seen. Zander angeln Sie hier meist in der Dämmerung, mit einem Gummifisch am Grund oder mit einem toten Köderfisch. Auf dieser Seite lesen Sie, wie Sie einen Zander erkennen, wo er steht, wie Sie ihn fangen und wann Sie in den Niederlanden auf Zander angeln dürfen. Ganz unten sehen Sie, was unsere Modelle in den Daten gefunden haben.
Erkennung
Spitzer Kopf, lange Fangzähne und ein großes, glasiges AugeEin Zander ist lang und schlank, mit einem spitzen Kopf und einem großen Maul voller spitzer Zähne (Wikipedia). Vorn in jedem Kiefer sitzen ein oder zwei große Fangzähne (FishBase). Am auffälligsten sind die Augen: groß und glasig, mit einer Netzhaut, die Licht zurückwirft. Auf Niederländisch heißt der Zander deshalb auch glasoog, also Glasauge (Wikipedia). Mit diesen Augen sieht er bei wenig Licht gut (Deltares).
Je nach Wasser ist er silbergrau bis goldbraun, mit dunklen Querbinden vom Rücken nach unten. Bei älteren Fischen verblassen die Querbinden. Auf dem Rücken stehen zwei Rückenflossen hintereinander: vorn eine mit harten, spitzen Stacheln, dahinter eine weiche (Wikipedia). Auf den Rückenflossen und der Schwanzflosse sitzen Reihen schwarzer Punkte, am deutlichsten auf der vorderen Rückenflosse (Wikipedia).
Meist ist ein Zander etwa 50 Zentimeter lang (FishBase). Er kann über einen Meter lang werden, aber das ist selten (RAVON). Der Zander gehört zur Familie der Echten Barsche (Percidae), wie der Flussbarsch (FishBase). Namen wie Hechtbarsch (Wikipedia), auf Niederländisch snoekbaars, klingen nach einer Kreuzung. Aber mit dem Hecht ist der Zander nicht näher verwandt.
Zander, Hecht oder Barsch?
Oben der Hecht, unten der ZanderHecht und Zander sind leicht zu unterscheiden. Der Hecht hat helle Flecken, der Zander dunkle Querbinden. Der Hecht hat eine Rückenflosse weit hinten, der Zander zwei. Und das Maul des Hechts ist breit und flach wie ein Entenschnabel. Auch die Standorte sind verschieden: Der Hecht liegt zwischen den Pflanzen, der Zander sucht offenes, trübes Wasser. Mehr dazu lesen Sie unter Hecht oder Zander auf der Hechtseite.
Ein junger Zander sieht eher aus wie ein Barsch. Achten Sie dann auf drei Dinge. Der Barsch hat einen höheren Rücken und kräftige dunkle Querbinden. Hinten auf seiner vorderen Rückenflosse sitzt ein schwarzer Fleck. Und die Flossen an seiner Unterseite sind gelb bis rot (FishBase). Ein Zander hat keine roten Flossen, ist viel schlanker und hat Fangzähne.
Lebensweise und Laichzeit
Das Männchen bewacht das Nest und fächelt den Eiern frisches Wasser zuDer Zander jagt am liebsten bei wenig Licht. Seine Augen sind dafür gemacht, und trübes Wasser ist für ihn ideal (Deltares). Darum jagt er vor allem abends und morgens (Wikipedia). Wenig Licht heißt aber nicht stockdunkel. In unserer Mondforschung scheint der Zander bei Vollmond etwas besser zu beißen als bei Neumond. Vielleicht, weil die Nacht dann gerade genug Licht zum Jagen gibt. Der Unterschied ist klein, und ob er wirklich stimmt, wissen wir noch nicht sicher. Er frisst vor allem Fische, die im offenen Wasser in Schwärmen schwimmen (FishBase).
Ein junger Zander frisst zuerst Plankton, zum Beispiel Wasserflöhe. Schon am Ende seines ersten Sommers kann er auf Fisch umsteigen, am liebsten auf Stint und junge Barsche (Deltares). Ab etwa 10 Zentimetern frisst er nur noch Fisch (RAVON). Ein Beutefisch kann höchstens knapp halb so lang sein wie er selbst (Deltares).
In den Niederlanden laicht der Zander meist Ende April oder Anfang Mai, bei 12 bis 15 Grad Wassertemperatur (Deltares). Dafür sucht er die flacheren Uferzonen auf (RAVON). Das Männchen baut am Grund ein Nest: eine flache Mulde, etwa einen halben Meter breit, in Sand oder Kies. Männchen und Weibchen laichen zu zweit, in der Morgendämmerung oder nachts (FishBase).
Danach bleibt nur das Männchen beim Nest. Es vertreibt alles, was die Eier fressen will: etwa Rotaugen, Barsche und Aale (Deltares), aber auch Grundeln und Krebse (VISpas-Bedingungen). Mit den Brustflossen fächelt es frisches Wasser über die Eier. So bekommen die Eier Sauerstoff, und es bleibt kein Schlamm darauf liegen (Deltares).
Wird das Männchen gefangen, auch nur kurz, liegen seine Eier unbewacht. Darum gibt es im Frühjahr eine Schonzeit für den Zander. Was Sie dann dürfen und was nicht, lesen Sie unter Schonzeit für den Zander.
Wo der Zander steht
In der Dämmerung jagt der Zander an Kaimauern und KantenDer Zander mag trübes, nährstoffreiches Wasser ohne viele Wasserpflanzen: die großen Flüsse und die größeren Seen (RAVON). Auch Kanäle und Häfen gehören dazu. Er verträgt etwas Salz und lebt auch in Brackwasserseen und Flussmündungen (FishBase). Meistens steht er in Grundnähe (Deltares).
Suchen Sie ihn an Kanten. Der Zander sucht Deckung: an einer Böschung unter Wasser und bei Baumstämmen und Stubben am Grund (Deltares). Denken Sie an die Kante einer Rinne, eines Deichs oder einer Sandbank. Am IJsselmeer ziehen die natürlichen Böschungen Zander und Barsch an. Im ganzen Gebiet suchen sie sandigen Grund, während Aal und Brassen eher Schlamm mögen (Sportvisunie).
An Kanälen und in Häfen suchen Sie harte Strukturen: Kaimauern, Brückenpfeiler, Schleusen, Steinpackungen und Hafeneinfahrten. An den Flüssen steht er an den Buhnen: am Buhnenkopf und im ruhigen Wasser daneben. Achtung: An Maas, Lek, Neder-Rijn und Overijsselse Vecht ist das Angeln bis 75 Meter unterhalb eines Wehrs verboten (Uitvoeringsregeling visserij, Artikel 28c).
Der Zander mag kein helles Licht. Tagsüber sucht er tiefe oder schattige Stellen (Wikipedia). Klares Wasser passt nur zu ihm, wenn es tief genug ist, sodass es am Grund dämmrig bleibt (Deltares). In der Dämmerung zieht er oft ins flachere Wasser, um zu jagen: an die Ufer, die Kaimauern und die Kanten der Sandbänke.
Im Sommer gibt es eine Ausnahme. In einem tiefen See kann sich das Wasser dann in Schichten legen. Das tiefste Wasser hat wenig Sauerstoff, und dort bleibt der Zander weg (Deltares). Suchen Sie ihn dann höher, an den Kanten.
Viele Zanderangler machen die Erfahrung, dass Zander in kleinen Gruppen unterwegs sind. Die Fische suchen immer wieder dieselben Stellen ab, an denen sie Beute erwarten. So eine Gruppe besteht oft aus Fischen gleicher Größe (Beet). Wenn Sie einen Zander gefangen haben, angeln Sie deshalb gleich an derselben Stelle weiter: Ein Zander kommt selten allein.
In unseren Daten taucht der Zander oft zusammen mit zwei anderen Fischen auf: Kaulbarsch und Güster. Was unsere Modelle sonst gesehen haben, lesen Sie unten auf dieser Seite. Wenn Sie ein großes Zandergewässer kennenlernen wollen, schauen Sie sich das IJsselmeer an.
Zander angeln im Jahresverlauf
Achten Sie vor allem auf drei Dinge: die Jahreszeit, die Wassertemperatur und das Licht. In kaltem Wasser frisst der Zander wenig: Futtersuche und Verdauung kommen erst bei 8 bis 10 Grad richtig in Gang (Deltares). Warmes Wasser verträgt er gut, solange genug Sauerstoff darin ist.
Winter. Alles wird langsam. Der Zander steht tief und frisst wenig. Angeln Sie langsam und dicht am Grund. Lassen Sie einen Gummifisch ruhig über den Grund hüpfen, angeln Sie vertikal vom Boot, oder legen Sie einen toten Köderfisch auf den Grund. Wie das geht, steht unten bei den Angeltechniken. Rechnen Sie mit weniger Bissen als im Herbst.
März. Das Wasser wird wärmer, und der Zander frisst wieder besser. Nach dem Gesetz dürfen Sie noch auf Zander angeln. Am IJsselmeer, Markermeer und IJmeer gelten aber schon ab Mitte März strengere Regeln; sie stehen unter Schonzeit.
April und Mai. Laichzeit und Schonzeit. Sie dürfen dann nicht auf Zander angeln.
Ende Mai und Juni. Ab dem letzten Samstag im Mai dürfen Sie wieder auf Zander angeln. Manchmal dauert die Laichzeit aber bis in den Juni (Deltares). Ein Zander aus flachem Wasser kann dann ein Männchen sein, das noch sein Nest bewacht. Setzen Sie ihn schnell zurück. Am IJsselmeer, Markermeer und IJmeer müssen Sie länger warten: Kunstköder und tote Köderfische sind dort bis einschließlich 30. Juni verboten.
Sommer. Angeln Sie bei wenig Licht: bei Sonnenuntergang, in der Dämmerung und früh am Morgen. Dann kommt der Zander ins flachere Wasser, an Ufer, Kaimauern und Sandbänke. Tagsüber, und besonders in klarem Wasser, suchen Sie ihn tiefer. In einem tiefen See aber nicht ganz unten am Grund; mehr dazu oben unter Wo der Zander steht. Achtung: Als Nachtangeln gilt die Zeit von zwei Stunden nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang. Dafür brauchen Sie zusätzlich die NachtVIStoestemming, und es ist nur an dafür gekennzeichneten Gewässern erlaubt (VISpas-Bedingungen).
Herbst. Das Wasser kühlt ab, und der Zander frisst gut. Für viele Angler ist das die beste Zeit des Jahres. Angeln Sie an Kanten und Böschungen, zuerst in mittlerer Tiefe und dann immer tiefer, je kälter es wird.
Angeltechniken und Gerät
Gummifische am Jigkopf, ein Dropshot-Köder und ein TiefläuferDie bekannteste Methode ist der Gummifisch: ein weicher Köder in Fischform, 8 bis 15 Zentimeter lang. Sie fischen ihn an einem Jigkopf, einem Haken mit Bleikopf von 7 bis 20 Gramm. Lassen Sie den Gummifisch zum Grund sinken, heben Sie ihn mit der Rute an und lassen Sie ihn wieder fallen. Der Biss kommt oft, wenn der Köder sinkt oder kurz liegt. Sie spüren dann einen leichten Tock. Schlagen Sie sofort an.
Vom Boot aus können Sie vertikal angeln. Der Köder geht senkrecht unter dem Boot nach unten und bleibt knapp über dem Grund, an Rinnenkanten und Böschungen. Beim Dropshot sitzt das Blei am Ende der Schnur und der Haken ein Stück darüber. So steht der Köder fast still über dem Grund. Das hilft, wenn die Zander schlecht beißen.
In der Dämmerung fangen Sie Zander auch mit Wobblern: mit einem Tiefläufer oder einem kleinen Wobbler von 8 bis 12 Zentimetern. Führen Sie ihn langsam, an Kaimauern und Böschungen und knapp über dem Grund. Ab zwei Stunden nach Sonnenuntergang brauchen Sie dafür die NachtVIStoestemming; siehe Jahresverlauf.
Frischer Stint, bei vielen Zanderanglern der beliebteste KöderfischEin toter Köderfisch am Grund gilt unter Zanderanglern als Methode für die größeren Zander. Der niederländische Hecht- und Welsangler Albert Dekker fing beim Hechtangeln zufällig Zander, und das waren alles schöne bis große Fische. Danach angelte er gezielt auf sie, mit ruhig liegendem totem Köderfisch. Er angelt so im Herbst und im Winter, und im Dunkeln klappt es nach seiner Erfahrung oft noch besser (Roofvisweb). Achten Sie dann auf die Regeln zum Nachtangeln. Warum toter Köderfisch funktioniert? Vielleicht, weil ein Zander in kaltem Wasser Energie spart und ein toter Fisch am Grund ein leichter Happen ist. Sicher wissen wir das nicht.
Frischer Stint ist bei vielen Zanderanglern mit Abstand der beliebteste Köderfisch (Beet). Das passt zur Nahrung des Zanders: Studien an der Ostsee fanden Stint, Kaulbarsch, Barsch und Rotauge unter seiner Beute (Wikipedia). Ein kleines Rotauge geht also auch (Beet), und ein Kaulbarsch ist einen Versuch wert. Der Zander kann große Beute bewältigen, wählt aber lieber kleinere Beute als der Hecht (Wikipedia). Nehmen Sie deshalb einen kleinen Köder, nicht länger als etwa 10 Zentimeter, oder ein Stück Fisch. Einen zu großen Happen lässt ein Zander oft liegen (Roofvisweb).
Legen Sie den Köder auf den Grund, oder hängen Sie ihn unter eine leichte Pose. Zander gelten als vorsichtige Beißer und lassen den Köder oft los, wenn sie Widerstand spüren (Beet, Roofvisweb). Nehmen Sie darum ein Laufblei: Es gleitet frei auf der Schnur. Warten Sie mit dem Anhieb nicht zu lange, sonst schluckt der Zander den Haken tief.
Eine Rute von 2,40 bis 2,70 Metern mit 10 bis 40 Gramm Wurfgewicht passt für das meiste Zanderangeln, dazu eine dünne geflochtene Schnur. Sie dehnt sich kaum, so spüren Sie auch einen leichten Biss. In vielen Zandergewässern lebt auch der Hecht, und der nimmt einen Gummifisch genauso gern. Denken Sie daran, wenn Sie Ihr Vorfach wählen. Nehmen Sie eine lange Lösezange und einen Kescher mit.
Schonzeit für den Zander
In Deutschland legt jedes Bundesland eigene Schonzeiten fest. In den Niederlanden gilt eine Regel für das ganze Land, mit Ausnahmen an einzelnen Gewässern. Der Grund für die Schonzeit steht oben bei der Laichzeit: Das Männchen bewacht sein Nest, und eine Störung kann es seine Eier kosten. In der Schonzeit gelten zwei Regeln gleichzeitig. Jeden gefangenen Zander müssen Sie sofort zurücksetzen. Und an den meisten Gewässern dürfen Sie nicht mit Kunstködern oder toten Köderfischen angeln. Was das genau heißt und bis wann es dieses Jahr gilt, zeigt die Tabelle unten.
- 1. April – 29. Mai Schonzeit: nicht gezielt beangelbar Zusätzlich zur Rücksetzpflicht gilt ein Verbot von Kunstködern, totem Köderfisch, Fischstücken und Schlachtabfällen. Erlaubt bleiben nur künstliche Fliegen unter 2,5 cm. Praktisch können Sie diesen Fisch dann nicht beangeln.
- 30. Mai – 31. März jetzt Offene Zeit Es gelten die normalen Regeln. Sie dürfen einen Fisch mitnehmen, wenn er lang genug ist.
Die Schonzeit dauert bis zum letzten Samstag im Mai. An diesem Samstag dürfen Sie wieder angeln. Dieses Datum verschiebt sich also jedes Jahr: 30. Mai 2026 · 29. Mai 2027 · 27. Mai 2028. Das gesetzliche Mindestmaß beträgt 42 cm (Uitvoeringsregeling visserij, Art. 5b).
Für die meisten Binnengewässer brauchen Sie den VISpas. Zusammen mit seiner Gewässerliste ist er Ihre niederländische Angelerlaubnis. Eine Prüfung ist dafür nicht nötig. Seine Bedingungen gehen an einigen Stellen weiter als das Gesetz.
Darf man im März auf Zander angeln?
Ja, nach dem Gesetz schon. Die Schonzeit für den Zander beginnt erst am 1. April. Im März dürfen Sie also mit Kunstködern oder totem Köderfisch angeln. Prüfen Sie aber die App VISplanner: Manche Gewässer sind strenger. Einen Zander von 42 bis 70 Zentimetern dürfen Sie dann mitnehmen, wenn Ihre Erlaubnis das zulässt (Sportvisunie, VISblad). Achten Sie außerdem auf zwei Dinge. Ein Hecht muss zurück, denn für den Hecht hat die Schonzeit schon begonnen. Und am IJsselmeer, Markermeer und IJmeer sind Kunstköder und tote Köderfische schon ab dem 16. März verboten (Sportvisunie, HSV Almere).
Darf man im April mit Wurm auf Zander angeln?
Nein. Manche Angler haben versucht, die Schonzeit mit einem Wurm am Dropshot oder am Jigkopf zu umgehen. Darum steht seit 2026 in den VISpas-Bedingungen: In dieser Zeit dürfen Sie nicht so angeln, dass ein Zanderfang wahrscheinlich ist (Sportvisunie, VISblad). Aktives Angeln mit Dropshot oder Jigkopf mit Wurm ist also verboten, wenn Sie damit in Wirklichkeit auf Zander angeln (VISblad). Friedfischangeln mit einem Wurm bleibt erlaubt, wenn der Wurm still am Grund liegt oder unter einer Pose hängt. Auch das Welsangeln mit einem Wurmbündel ist erlaubt (VISpas-Bedingungen).
Ab wann darf man wieder auf Zander angeln?
Ab dem letzten Samstag im Mai. Das Datum ändert sich jedes Jahr; das Datum für dieses Jahr steht in der Tabelle oben. Am IJsselmeer, Markermeer und IJmeer dauert es länger. Rechtlich sind diese drei ein Gewässer, „das IJsselmeer“, samt den offenen Häfen (Reglement voor de binnenvisserij, Artikel 1). Dort gilt die Schonzeit für den Zander bis einschließlich 31. Mai (Uitvoeringsregeling visserij, Artikel 61). Und bis einschließlich 30. Juni sind dort Kunstköder und tote Köderfische verboten (Sportvisunie, HSV Almere). Auch an anderen Gewässern können strengere Regeln gelten. Prüfen Sie darum immer die App VISplanner oder die Gezamenlijke Lijst van Nederlandse Viswateren, die Gewässerliste zum VISpas.
Wie viele Zander darf man mitnehmen?
Laut Gesetz muss ein Zander mindestens 42 Zentimeter lang sein (Uitvoeringsregeling visserij, Artikel 5b). Die VISpas-Bedingungen gehen weiter. Seit 2026 dürfen Sie höchstens zwei Zander mitnehmen, und nur Fische zwischen 42 und 70 Zentimetern (VISblad). Das ist ein sogenanntes Entnahmefenster. Ein Zander über 70 Zentimeter geht also immer zurück. So bleiben die großen Fische im Wasser. Ihre Erlaubnis oder das Gewässer kann noch strenger sein. Und Sie dürfen Fisch nur für den eigenen Verzehr mitnehmen, nie zum Verkauf (VISpas-Bedingungen).
Zander abhaken und zurücksetzen
Viele Zander gehen zurück: weil sie zu klein sind, zu groß oder weil Schonzeit ist. Gehen Sie schnell und vorsichtig vor. Machen Sie die Hände nass und halten Sie den Fisch waagerecht, mit einer Hand unter dem Bauch. Vorsicht bei den harten, spitzen Stacheln der vorderen Rückenflosse und bei der scharfen Spitze am Rand des Kiemendeckels (Wikipedia). Und halten Sie die Finger aus dem Maul, denn die Fangzähne sind spitz.
Haken Sie mit einer langen Zange ab. Lassen Sie den Fisch so kurz wie möglich außerhalb des Wassers; ein Foto ist in Ordnung, aber schnell. Halten Sie ihn danach aufrecht ins Wasser und warten Sie, bis er von selbst wegschwimmt.
Achten Sie auch auf die Tiefe. Holen Sie einen Fisch schnell aus tiefem Wasser nach oben, dehnt sich das Gas in seiner Schwimmblase aus. Das kann ihn innen verletzen. Für den Zander selbst haben wir dazu keine gute Studie gefunden. Studien gibt es aber für den Glasaugenbarsch (Walleye), einen nahen Verwandten des Zanders aus Nordamerika, und für ein paar andere amerikanische Fische. In den meisten dieser Studien starben nach dem Zurücksetzen viel mehr Fische, wenn sie tiefer als etwa 10 Meter gefangen wurden (North Dakota Game and Fish). Wenn Sie einen Zander zurücksetzen wollen, angeln Sie lieber nicht tiefer als etwa 10 Meter.
Der größte jemals gefangene Zander
Der niederländische Rekordzander ist 106 Zentimeter lang. Andre Gießing fing ihn im März 2022 im Hollands Diep. Den Weltrekord hält ein Zander von 11,48 Kilo: Jürg Scherrer fing ihn 2016 im Schweizer Teil des Lago Maggiore. Wir haben viele Rekordlisten geprüft. Der längste bestätigte Rekordzander darauf misst 116 Zentimeter. Er steht auf der österreichischen Liste und wurde 1990 gefangen.
42 cm Mindestmaß in den Niederlanden: Kleinere Zander dürfen Sie nicht mitnehmen
101 cm Der längste von über 40.000 Zandern, gemessen bei Bestandsuntersuchungen
106 cm Niederländischer Rekord (2022)
116 cm Der längste bestätigte Rekord, den wir auf einer Liste fanden (Österreich, 1990)
Niederländischer Rekord
106 cm
Der deutsche Angler Andre Gießing fing diesen Zander am 30. März 2022 im Hollands Diep. Sein Freund Bernd Kapust steuerte das Boot. An Bord hatten sie ein LiveScope. Ein LiveScope ist ein Echolot, das die Fische unter dem Boot live zeigt. Darauf sahen sie einen riesigen Zander. Er stand in vier Metern Tiefe, bei acht Metern Wassertiefe. Eine Viertelstunde lang folgten sie ihm und boten ihm immer wieder den Köder an. Dann biss er. Auf dem Messbrett maß er 106 cm (Beet). Der alte Rekord lag bei 105 cm, gefangen von Igor Vucenic im März 2020.
Gießing ist nicht der Einzige, der so einen Rekord gefangen hat. Auch der norwegische Rekord von 2024 (Villmarksliv) und der dänische Rekord von 2025 (Fisk & Fri) wurden mit so einem Live-Echolot gefangen.
Beim Jahr sind sich die Quellen nicht einig. Die Rekordliste nennt 2022, die Meldung von Sportvisserij Nederland nennt 2021. Im Fangbericht steht sogar „Mittwoch, 30. März 2020“. Der 30. März 2020 war aber ein Montag. Im Jahr 2022 war der 30. März ein Mittwoch, und das passt zur Rekordliste.
Die niederländische Rekordliste zählt nur die Länge, in ganzen Zentimetern. Ein Gewicht steht dort nicht.
Weltrekord
11,48 kg
Den Weltrekord führt die IGFA, der internationale Verband für Angelrekorde. Jürg Scherrer fing den Zander von 11,48 Kilo im Juni 2016 im Lago Maggiore, auf der Schweizer Seite des Sees. Die IGFA nennt nur das Gewicht. Laut der Schweizer Anglerzeitschrift Petri-Heil war der Fisch 104 cm lang. Damit war er kürzer als der niederländische Rekord.
Für die Länge führt die IGFA einen eigenen Weltrekord: 97 cm, gefangen 2020 auf der italienischen Seite desselben Sees, von einem anderen Angler. Die IGFA misst diese Länge bis zur Einkerbung in der Mitte der Schwanzflosse, nicht bis zu ihrer Spitze (IGFA-Regeln). Mit der ganzen Schwanzflosse ist so ein Fisch ein paar Zentimeter länger. Er ist aber immer noch kürzer als der niederländische Rekord. Manche Seiten schreiben: Der Weltrekord ist 11,48 Kilo und 97 cm. Das sind aber die Zahlen von zwei verschiedenen Fischen.
Auf vielen Listen einzelner Länder steht ein schwererer Zander als der Weltrekord, zum Beispiel in Deutschland (15,115 Kilo) und in Ungarn (14,96 Kilo). Bei der IGFA stehen diese Fische nicht. Auf die IGFA-Liste kommt ein Fisch nur, wenn er dort gemeldet und anerkannt wird. Eine Zeitschrift kann einen Fisch trotzdem Weltrekord nennen. So schrieb Petri-Heil 2023: Ivan Schifano hat einen neuen Weltrekord gefangen, einen Zander von 110 cm, ebenfalls aus dem Lago Maggiore. Das Magazin nannte 13,3 Kilo, die Schweizer Rekordliste nennt 14,3 Kilo. Bei der IGFA steht der Fisch nicht. Dort ist der Fisch von Jürg Scherrer noch immer der Rekord.
Längster auf einer Rekordliste
116 cm
Den längsten bestätigten Rekordzander fanden wir auf der österreichischen Rekordliste: 116 cm und 18,70 Kilo. Er ist auch der schwerste bestätigte Rekord, den wir gefunden haben. Friedrich Kraus fing ihn 1990, laut der Liste in der Donau. Zwei Personen führen die Liste. Sie sammeln Angaben zu Rekordfischen, sind aber kein Verband. Die Angaben stammen aus Zeitschriften, Büchern und dem Internet. Wie dieser Fisch gewogen und gemessen wurde, steht dort nicht.
Auf derselben Liste stehen noch zwei längere Zander: einer mit 118 cm und über 15 Kilo, einer mit 125 cm und über 20 Kilo. Bei beiden fehlen Fänger und Jahr. Die Liste wertet den ersten nicht als Rekord. Und sie nennt den zweiten fragwürdig. Auch ob der ungarische Rekord kürzer ist, wissen wir nicht sicher. Dieser Fisch wog 14,96 Kilo. Die ungarische Liste nennt 97 cm, misst aber nur bis zum Beginn der Schwanzflosse.
Wo der österreichische Fisch gefangen wurde, ist nicht sicher. Beim Rekord steht eine Anmerkung: Laut dem Betreiber eines Campingplatzes am Plattensee in Ungarn stammte der Zander aus diesem See. Das schrieb er 2012 (horgasz.hu). Er war nach eigenen Worten nicht selbst dabei. Aber seiner Meinung nach hat man den Fisch zur Donau gebracht. Der Grund war laut ihm: Mit einem Rekord aus dem Plattensee konnte man keinen Preis der Angelgerätehersteller gewinnen. Einer der beiden Macher der Liste nannte das 2014 ein Gerücht und bat um Beweise, in einem Kommentar unter dem Rekord. Eine Antwort steht dort nicht.
FishBase, eine große Datenbank über Fische, nennt 100 cm als größte Länge. Diese Länge ist aber ohne die Schwanzflosse gemessen. Mit Schwanzflosse ist so ein Fisch deutlich länger. Das höchste Gewicht bei FishBase sind 20 Kilo, aus einem französischen Fischatlas von 2001. Einen bestätigten Rekord von 20 Kilo haben wir auf keiner Liste gefunden. Nur der fragwürdige Zander aus Österreich soll schwerer gewesen sein. Im Internet liest man oft: Der deutsche Rekord ist ein Zander von 120 cm und 19 Kilo aus dem Starnberger See, gefangen 1959. Auf der Deutschen Rekordliste steht dieser Fisch nicht. Wir haben mehrere Quellen für diese Geschichte gefunden. Keine davon nennt einen Fänger oder zeigt ein Foto.
Rekorde nach Ländern
Jedes Land führt eine eigene Liste, mit eigenen Regeln. Manche Listen zählen die Länge, andere das Gewicht. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht immer vergleichen.
| Land | Rekord | Angler | Gewässer | Datum | Liste |
|---|---|---|---|---|---|
| Niederlande | 106 cm | Andre Gießing | — | 30. März 2022 | Sportvisunie |
| Dänemark | 11,25 kg · 95,5 cm | Martin Manley Blond-Sørensen | Arresø | 29. März 2025 | Danske Fiskerekorder |
| Deutschland | 15,115 kg | M. Pointinger | Donau | 2000 | Fisch & Fang |
| Finnland | 101 cm | — | ein See | 12. Okt. 2024 | Ennätyskalarekisteri |
| Lettland | 11,80 kg | K. Kravčenko | Daugava | 2011 | LMSF |
| Norwegen | 12,24 kg · 100 cm | Sander Sørhaug | ein See in Ostnorwegen | 15. Mai 2024 | Villmarksliv |
| Österreich | 18,70 kg · 116 cm | Friedrich Kraus | Donau | 1990 | Rekordfische Österreich |
| Polen | 14,20 kg · 108 cm | Dariusz Szwed | — | 2004 | Wiadomości Wędkarskie |
| Schweden | 12,53 kg · 97 cm | Leif Ivarsson | Stora Nätaren (Småland) | 29. Mai 2014 | Sportfiskarna |
| Schweiz | 14,30 kg · 110 cm | Ivan Schifano | Lago Maggiore | 18. Sept. 2023 | Petri-Heil |
| Ungarn | 14,96 kg | Karajos László | Donau bei Pilismarót | 2. Jan. 2007 | MOHOSZ |
| Vereinigtes Königreich | 9,667 kg (21 lb 5 oz) | James Benfield | Fluss Severn bei Tewkesbury | 2007 | BRFC |
Ein Strich bedeutet: Die Liste nennt es nicht. Geprüft am 26. September 2026. Ein Rekord kann jederzeit gebrochen werden. Deshalb prüfen wir diese Listen mindestens einmal im Jahr.
In den Niederlanden
Der Zander ist in den Niederlanden ursprünglich nicht heimisch. Er stammt aus Ost- und Mitteleuropa; nach Westen reicht sein natürliches Gebiet bis zur Elbe (FishBase). In den Niederlanden wurde er ab Anfang des 20. Jahrhunderts in großem Stil besetzt. Heute ist er dort eingebürgert und häufig (RAVON). Auf der Roten Liste der IUCN steht der Zander als nicht gefährdet (Least Concern) (FishBase).
Der Zander fühlt sich in trübem, nährstoffreichem Wasser wohl. In solchen Seen kann er häufig werden und den Platz des Hechts als Raubfisch übernehmen. Seit das Wasser durch bessere Wasserqualität vielerorts klarer wird, scheint der Zanderbestand abzunehmen (RAVON).
Der Zander ist auch ein beliebter Speisefisch. In niederländischen Geschäften kommt er aus dem IJsselmeer, aus anderen Ländern oder aus Zuchtbetrieben. Der VISwijzer ist der niederländische Fischratgeber. Laut VISwijzer ist der Zanderbestand im IJsselmeer überfischt. Was unsere Modelle im Zanderwasser sehen, lesen Sie unten.
Was unsere Modelle über Zander zeigen
Unten steht, was unsere Modelle in den Daten sehen. Das sind Zusammenhänge: wo das eine vorkommt, kommt das andere öfter vor. Das ist keine Ursache. Jedes Modell beantwortet eine Frage und darf nicht mehr sagen, als es gemessen hat. Das Label an der Überschrift sagt, welche Frage — und wie sicher die Antwort ist.
Wo diese Art lebt Starkes Modell
Kaulbarsch (Gymnocephalus cernuus)Der Kaulbarsch ist das mit Abstand stärkste Merkmal von Zanderwasser. Fast ein Viertel dieses Modells hängt an dieser einen Fischart. Weiter in der Liste stehen Güster, Schwebgarnelen, eine Kieselalge aus der Familie Skeletonemaceae und der Rapfen.
Diese Liste beschreibt eine Art von Wasser: trüb, nährstoffreich und nicht tief. Dort gehört der Zander hin. Er jagt gut, wenn die Sicht schlecht ist — anders als der Hecht, der den Raubfischplatz im klaren Wasser einnimmt. Auf der Hechtseite steht diese andere Hälfte.
Beide Fische sind für wenig Licht gebaut. Der Kaulbarsch hat eine Spiegelschicht hinten im Auge und eine sehr feine Sinneslinie am Kopf; er findet Beute auch dann, wenn Sehen nicht mehr reicht. Der Zander hat große Augen, die an dämmriges Wasser angepasst sind.
Warum der Kaulbarsch so weit oben steht, kann dieses Modell nicht sagen. Zander fressen Kaulbarsche; in Magenuntersuchungen stehen sie neben Barsch und Rotauge. Aber Kaulbarsche leben auch einfach im selben Wasser. Beides lässt sich hier nicht trennen.
Die Schwebgarnelen und die Kieselalge runden das Bild ab. Hinter den Schwebgarnelen stecken zwei Arten: Limnomysis benedeni, ein Neuankömmling aus der Schwarzmeerregion, und Neomysis integer, die in brackigem Wasser zu Hause ist. Die Familie sagt also nichts über Salz. Die Kieselalge schon: Sie heißt Skeletonema subsalsum, und subsalsum bedeutet leicht salzig. Das zeigt auf die großen, leicht brackigen Gewässer, nicht auf einen Waldteich.
Noch etwas fällt auf. Der Brassen trägt fast ein Fünftel dieses Modells und steht trotzdem nicht in der Liste oben. Brassen leben in fast jedem niederländischen Süßwasser. Sie trennen Zanderwasser also von nichts. Schwer wiegen und etwas sagen ist nicht dasselbe.
Wo es viele gibt Gruppe, keine Reihenfolge Starkes Modell
Laichkrautfamilie (Potamogetonaceae)Dieses Modell schaut nur auf Stellen, an denen schon Zander gefangen wurden. Zu vielen Zandern gehören Laichkräuter (Potamogetonaceae), Mückenlarven (Chironomidae), fadenförmige Blaualgen aus der Familie Pseudanabaenaceae und eine planktische Grünalge aus der Familie Ulotrichaceae.
Das Laichkraut ist hier nicht das Klarwasser-Zeichen, das man erwarten würde. In unseren Daten ist es fast immer das Kamm-Laichkraut, die Art, die mit trübem, nährstoffreichem und leicht brackigem Wasser zurechtkommt. Die Mückenlarven gehören zu einem weichen, nährstoffreichen Boden. Die Blaualgen sind Limnothrix redekei und Pseudanabaena, die Fadenalgen trüber Seen. Alles zeigt in dieselbe Richtung wie oben.
Auf der anderen Seite zählen wir weniger Zander, wo Kieselalgen aus der Familie Chaetocerotaceae das Bild bestimmen. Das ist in unseren Daten Chaetoceros, eine Gattung aus richtig salzigem Wasser. Leicht brackig passt dem Zander, Meer nicht. Wir zählen auch weniger, wo wir Egel aus der Familie Erpobdellidae finden; dafür haben wir keine Erklärung.